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Monika Landgraf
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Presseinformation 025/2012

Virtual Reality hilft Architekten bei der Planung

IT am KIT: Spinoff des KIT macht geplante Wohnräume erlebbar / Virtual-Reality-Terminal zur Anwendung in der Architekturbranche
Die digitale Darstellung mit der inreal-Technologie verhilft Bauherren und Architekten schon in der Planungsphase zu einer realitätsnahen Begehung. (Bild: inreal / KIT)
Die digitale Darstellung mit der inreal-Technologie verhilft Bauherren und Architekten schon in der Planungsphase zu einer realitätsnahen Begehung. (Bild: inreal / KIT)

Auch der exakteste Bauplan unterschlägt viele Details und Gestaltungsmöglichkeiten. Der Bauherr benötigt Phantasie, um sich das fertige Gebäude vorzustellen. Nun ermöglicht die 3D-Videobrille des KIT-Spinoffs „inreal Technologies“ eine originalgetreue Darstellung in der virtuellen Realität. Mit Hilfe integrierter hochaufgelöster Bewegungssensoren passt sich die virtuelle Umgebung in Echtzeit der natürlichen Kopfbewegung an. Auf der CeBIT stellen die Jungunternehmer am Stand ihres Partners Carl Zeiss AG das neue Produkt vor (Halle 15, A26).
 
Das inreal-Terminal ist eine Innovation für die Architekturbranche. Nutzern ermöglicht es ihr zukünftiges Haus vor dem Bau zu „begehen“. Das Herzstück des Terminals bildet die 3D-Videobrille, auch Head-Mounted Display genannt, in die hochaufgelöste Bewegungssensoren integriert sind. Diese erfassen Position und Bewegung des Kopfes und ermöglichen damit eine Anpassung der virtuellen Umgebung in Echtzeit. Über eine Tabletsteuerung können Gestaltungswünsche, wie Änderung der Wandfarbe, Bodenbeläge oder Raumaufteilung sofort realisiert werden. So stellt das Terminal nicht nur einen Vorteil für den Kunden dar, sondern bedeutet auch Zeitersparnisse für den Architekten in der Planungsphase.

Die digitale Darstellung mit der inreal-Technologie verhilft Bauherren und Architekten schon in der Planungsphase zu einer realitätsnahen Begehung. (Bild: inreal / KIT)

Die digitale Darstellung mit der inreal-Technologie verhilft Bauherren
und Architekten schon in der Planungsphase zu einer realitätsnahen Begehung. (Bild: inreal / KIT)


Das Terminal, bestehend aus einer 3D-Videobrille, Controller, 3D-Bildschirm und Tablet, bietet neben der Architekturbranche noch zahlreiche weitere Anwendungsmöglichkeiten. Jede beliebige Umgebung kann am Computer „nachgebaut“ und über das Terminal „begangen“ werden. „Das Terminal erlaubt durch die intuitive Navigation ein täuschend echtes Raumgefühl“, erklärt Moritz Luck, einer der Firmengründer. In Zukunft soll die Technologie auch für den Heimanwender weiterentwickelt werden.

Die Firma inreal Technologies wurde 2010 von den KIT-Studenten Thomas Schander, Michael Beyhs und Moritz Luck gegründet. In Zusammenarbeit mit dem Institut für Informationsmanagement im Ingenieurwesen (IMI) entwickelten die Jungunternehmer ihre Ideen weiter. Für ihren innovativen Ansatz erhielten sie ein Gründerstipendium aus dem „EXIST“-Programm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technik.

Weiterführende Informationen und eine Videopräsentation finden
Sie auf der Webseite von inreal: http://www.inreal-tech.com/

IT am KIT: Die Jahreshighlights
Auf der CeBIT in Hannover präsentiert das KIT in diesem Jahr ab dem 6. März aktuelle Forschung aus seinen Schwerpunkten COMMputation sowie Anthropomatik und Robotik (Halle 9, Stand G33). Auch bei seinem Jahresempfang, zu dem das KIT am 22. März zahlreiche Partner aus Industrie und Wissenschaft erwartet, steht die Informationstechnologie im Fokus. Im Herbst feiert am KIT die erste deutsche Fakultät für Informatik ihr 40-jähriges Bestehen.

Die Informationstechnologie am Karlsruher Institut für Technologie bündelt sich in zwei Schwerpunkten. Das Leitthema des KIT-Schwerpunkts COMMputation ist die Verflechtung von Kommunikation und Computertechnologie. Damit werden Geräte möglich, die ihre Umgebung wahrnehmen, mit ihr interagieren und sich anpassen. Um solche komplexen, technischen Geräte zu entwickeln, arbeiten Forscher aus den Bereichen Informatik, Elektrotechnik, Informationstechnik sowie Wirtschaftswissenschaften an neuen Konzepten, Architekturen, Verfahren, Werkzeugen und Anwendungen.

Ziel des KIT-Schwerpunktes Anthropomatik und Robotik ist die Verbesserung der Lebensqualität des Menschen. Mit Methoden aus Informatik, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik sowie Geistes- und Sozialwissenschaften entwickelt er symbiotische Systeme. Als Leitbild dienen Anatomie, Motorik, Wahrnehmung und Verhalten des Menschen. Die Forschungsthemen erstrecken sich vom maschineller Intelligenz und menschenzentrierter Robotik, über multimodale Interaktion und Robotertechnologie bis hin zur Industrierobotik.

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9.300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieurs-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26.000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

ack, 15.02.2012

Weiterer Kontakt:

Kosta Schinarakis
Themenscout
Tel.: +49 721 608-41956
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail:schinarakis@kit.edu
Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: presseEpi4∂kit edu oder +49 721 608-47414. Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.