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Presseinformation 005/2012

Erdbeben trafen Japan und Neuseeland am härtesten

CEDIM veröffentlicht Schadensbericht für 2011 – vor allem erhebliche wirtschaftliche Verluste
Erdbeben 2011: Die am häufigsten betroffenen Länder sind dunkelgrün und dunkelblau eingefärbt. (Grafik: CEDIM, GPI, Earthquake Report)
Erdbeben 2011: Die am häufigsten betroffenen Länder sind dunkelgrün und dunkelblau eingefärbt. (Grafik: CEDIM, GPI, Earthquake Report)

Erdbeben und ihre Folgen – wie Tsunamis, Hangrutschungen und Bodensetzungen – haben im vergangenen Jahr einen Schaden von 365 Milliarden US-Dollar verursacht. 2011 war damit das Jahr mit den bislang schwersten wirtschaftlichen Verlusten nach Beben. Zu diesem Ergebnis kommt eine Analyse, die James Daniell vom Center for Disaster Management and Risk Reduction Technology (CEDIM) am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) vorgelegt hat. Demnach starben 20.500 Menschen, gut eine Million wurden obdachlos.

Am härtesten haben die Katastrophen Japan und Neuseeland getroffen. „Mit allein 335 Milliarden US-Dollar Verlusten ist das Tohoku Erdbeben das bislang teuerste Erdbeben überhaupt“, sagt James Daniell. Das Beben der Stärke 9 und der nachfolgende Tsunami trafen die Region im Norden Japans am 11. März: 19.300 Menschen starben, 450.000 wurden obdachlos. Das Erdbeben bei der neuseeländischen Stadt Christchurch verursachte im Februar bis zu 20 Milliarden Dollar Verluste, insbesondere durch zerstörte Gebäude. Große wirtschaftliche Verluste gab es auch durch die Beben in der türkischen Region Van, im Gebiet Indien-Nepal-Tibet, in den chinesichen Provinzen Yunnan und Xinjiang sowie im US-amerikanischen Bundesstaat Virginia.

Weltweit gab es 2011 mindestens 133 Erdbeben, bei denen Menschen starben, verletzt oder obdachlos wurden oder bei denen hohe Sachschäden entstanden. Am häufigsten – nämlich 27-mal – bebte die Erde in Japan, zum größten Teil waren dies Nachbeben des Tohoku-Bebens. 20-mal war China, 18-mal die Türkei betroffen. Einschließlich der Nachbeben um Christchurch gab es in Neuseeland 17 Beben.

20.500 Menschen starben durch Erdbeben, Tsunamis oder andere Folgen. Statistisch gesehen liegt das unter dem Durchschnitt der vergangenen Jahre. Mehr als eine Million Menschen wurden obdachlos. Zum Vergleich: Bei dem verheerenden Beben auf Haiti starben im Vorjahr etwa 137.000 Menschen, zwischen einer und zwei Millionen Menschen wurden obdachlos. Die Beben und ihre Begleiterscheinungen haben 2011 mehr als 1,7 Millionen Gebäude zerstört oder geschädigt – davon mehr als eine Million allein in Japan.

James Daniell hat den 43-seitigen Bericht in Zusammenarbeit mit Armand Vervaeck von der belgischen Stiftung SOS Earthquakes herausgegeben. Er stützt sich darin auf die Datenbasis CATDAT, die er seit 2003 systematisch aufgebaut hat. Sie umfasst Informationen aus Online-Archiven, Berichten von Institutionen, Publikationen sowie aus weiteren Datensammlungen weltweit. Finanziell fördert ihn dabei die australische Sir John Monash Stiftung.

Vollständiger Bericht in englischer Sprache: http://www.cedim.de/download/CATDATDamagingEarthquakesDatabase2011AnnualReview.pdf

 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

le, 11.01.2012

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Margarete Lehné
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