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Presseinformation 002/2012

Autos mit geringem Gewicht und geringem Verbrauch

KIT koordiniert neuen Technologie-Cluster Composites (TC2) für den Fahrzeugleichtbau/ Land fördert Forschungsverbund mit 9,2 Millionen Euro

Leichtbau stellt eine Schlüsseltechnologie für energieeffiziente, emissionsarme und kostengünstige Fahrzeuge dar. Im neuen Technologie-Cluster Composites (TC2) arbeiten Forscher an großserienfähigen Leichtbaustrukturen aus neuen Faserverbundwerkstoffen. Die Koordination des Projekts liegt beim Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Das Wissenschaftsministerium des Landes Baden-Württemberg fördert TC2 in den kommenden drei Jahren mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro; weitere rund 7,2 Millionen Euro steuert die Wirtschaft bei.

„Der Energieverbrauch eines Fahrzeugs hängt unmittelbar von dessen Gewicht ab“, erklärt TC2-Projektkoordinator Timo Müller vom Institut für Fahrzeugsystemtechnik (FAST) des KIT. Ein geringes Gewicht trägt bei allen Fahrzeugen zu Sparsamkeit und Umweltfreundlichkeit bei. Besonders aber sind Elektroautos auf leichte Karosserien angewiesen. Leichtbau spielt daher eine Schlüsselrolle für die Verbreitung der Elektromobilität. Bauteile aus Glas- und Carbonfaserlaminaten, die sich in der Luft- und Raumfahrt sowie im Rennsport bereits bewährt haben, können das Gewicht deutlich senken. Diese Werkstoffe können Stahl in den höchst belasteten Fahrzeugstrukturen ersetzen.
 
Baden-Württemberg hat auf dem Gebiet des Leichtbaus in Wissenschaft und Wirtschaft eine Vorreiterrolle inne. Im Technologie-Cluster Composites, das diese Woche startet, bündeln Forschungseinrichtungen im Bereich Verbundwerkstoffe ihre Kompetenzen und schaffen eine Schnittstelle zur Wirtschaft. Das KIT wurde aufgrund seiner Vernetzung in der Forschungslandschaft Süddeutschlands, wie sie im Kompetenzzentrum für Fahrzeugleichtbau (KFL) und dem Innovationscluster für hybriden Leichtbau (KITe hyLITE) etabliert ist, mit der Koordination des Gesamtprojekts beauftragt. „Die Kompetenzen der verschiedenen Partner erlauben eine ganzheitliche Betrachtung des Themas Fahrzeugleichtbau“, sagt Projektkoodinator Timo Müller.
 
Die Forscher entwickeln, bauen und untersuchen fahrzeugrelevante Demonstrationsbauteile. Auf der Grundlage dieser Ergebnisse sollen in weiteren Projekten gemeinsam mit Industriepartnern Fahrzeuge für den urbanen und regionalen Verkehr entstehen. Das Land fördert das Cluster mit insgesamt rund 9,2 Millionen Euro; die Mittel kommen unter anderem aus der Landesinitiative Elektromobilität und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Die Wirtschaft trägt insgesamt rund 7,2 Millionen Euro zu dem Vorhaben bei.
 
Vom KIT sind die Institute für Fahrzeugsystemtechnik, Produktionstechnik, Angewandte Materialien – Werkstoffkunde Produktentwicklung und Technische Mechanik an dem neuen Cluster beteiligt. Forschungspartner sind die Universität Stuttgart, das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt, die Fraunhofer-Gesellschaft, das Institut für Textil- und Verfahrenstechnik Denkendorf, die Hochschulen Ravensburg-Weingarten, Esslingen und Konstanz sowie das Automotive Simulation Center Stuttgart. Zu den Industriepartnern gehören die Daimler AG, Porsche AG, BASF, Sika, DSM Resins, Menzolit und Dieffenbacher.

 

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

or, 04.01.2012

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin
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