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Presseinformation 133/2012

Software-Cluster geht in die nächste Phase

Spitzencluster treibt technologische und methodische Erforschung und Entwicklung von Softwarelösungen für digitale Unternehmen weiter voran – KIT an zwei Verbundprojekten beteiligt.

Die Grundlagen für die Unternehmenssoftware der Zukunft zu schaffen, ist das Ziel des Software-Clusters, den das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Spitzencluster-Wettbewerb ausgezeichnet hat. Auf Empfehlung der internationalen Jury des Wettbewerbs wurde die zweite Förderphase für die Partner aus Wirtschaft und Wissenschaft der Region rund um Darmstadt, Kaiserslautern, Karlsruhe, Saarbrücken und Walldorf nun freigegeben. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist im einzigen deutschen Software-Cluster an zwei Verbundprojekten beteiligt.

„Die Empfehlung der unabhängigen Jury ist eine Bestätigung der im Software-Cluster in den letzten zwei Jahren erzielten Erfolge und Fortschritte“, so Clustersprecher Professor Lutz Heuser, Chief Executive Officer der AGT Group. „Durch eine enge Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft sind wir unserem Ziel, die Grundlagen für die Unternehmenssoftware von morgen zu schaffen, bereits einen großen Schritt näher gekommen. Ich bin mir gewiss, dass der Software-Cluster dem Vertrauen gerecht werden kann, das die Jury in uns legt, und wir in der nun folgenden zweiten Förderphase unseren Beitrag zur Stärkung des Industrie-Standorts Deutschland vollenden können.“ Der Empfehlung waren eine Prüfung der Ergebnisse und Strukturen sowie eine Befragung durch die Jury vorangegangen. Jetzt teilte der Projektträger Jülich im Auftrag des BMBF mit, dass die nächste Förderphase des Software-Clusters freigegeben wird. Damit steht von den 40 Millionen Gesamtförderung im Spitzencluster-Wettbewerb nun auch das letzte Drittel zur Verfügung.

Die Förderung im Rahmen des Spitzencluster-Wettbewerbs hat in den ersten zwei Jahren bereits zu einer Reihe von sehr guten Resultaten geführt. Durch die Zusammenarbeit von großen und kleinen Unternehmen sowie der Wissenschaft in der Region sind zahlreiche neue dauerhafte Kooperationen und Projekte entstanden, zudem sind im Bereich der wissenschaftlichen Grundlagenforschung zur Unternehmenssoftware von morgen bedeutende Fortschritte erzielt worden, messbar in den Publikationen und Patentanmeldungen des Software-Clusters. Für die Qualifikation von Fach- und Führungskräften wurde ein berufsbegleitender Zertifikatslehrgang „Emergente Software“ eingerichtet, ebenso kooperieren die Partner bei Zusatzzertifikaten in bestehenden Masterstudiengängen der Universitäten und beim Ausbau von Spitzenqualifikationen, wie beispielsweise im Bereich IT-Sicherheit. Die Cluster-Akteure haben zudem ihre Ressourcen für das internationale Cluster-Marketing gebündelt, um eine gemeinsame Marke zu etablieren, die für deutsche Qualität im Bereich Unternehmenssoftware steht. Der Software-Cluster hat so etwa dauerhafte Beziehungen zu Partner-Clustern in Südafrika, Brasilien, Korea oder China etablieren können. Gleichzeitig wirkt der Software-Cluster in die Region hinein: Über 150 Firmen haben sich seit Anfang 2012 als „Partner im Software-Cluster“ registriert.

Das KIT ist an den beiden Verbundprojekten „Grundlagen emergenter Software (EMERGENT)“ und „Innovative Dienstleistungen im zukünftigen Internet (InDiNet)“ beteiligt, außerdem an zwei Partner-Projekten: In „Peer Energy Cloud“ geht es um effizientes Energiemanagement mittels Cloud-Computing. Die Virtualisierung der Produktentstehung ist Thema des Vorhabens „Gekoppelte Unternehmensübergreifende Simulation Mobiler Arbeitsmaschinen“.

Das KIT ist am Software-Cluster aufgrund seiner herausragenden Informatik-Forschung und -Ausbildung im KIT-Schwerpunkt COMMputation beteiligt, vor allem mit dem Steinbuch Centre for Computing (SCC) und dem Karlsruhe Service Research Institute (KSRI). Insbesondere mit seiner Forschung zum Cloud Computing liefert das KIT entscheidende Impulse für ganz neue Formen von IT-Dienstangeboten: Sie werden eine bessere Kosteneffizienz und beschleunigte Innovationsprozesse in Unternehmen ermöglichen. Weitere Partner sind große deutsche Hersteller von Unternehmenssoftware wie IDS Scheer AG, SAP AG und Software AG sowie über 350 kleine und mittlere Unternehmen der Unternehmenssoftwarebranche sowie Forschungseinrichtungen.

Weitere Infomationen: www.software-cluster.com

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 26 000 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

le, 28.08.2012

Weiterer Kontakt:

Margarete Lehné
Stellvertretende Pressesprecherin
Tel.: +49 721 608-48121
Fax: +49 721 608-45681
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