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Presseinformation 095/2012

Suche nach dem richtigen Weg: Die Endlagerung hochradioaktiver Abfälle

Symposium der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg und des KIT
Endlagerung radioaktiver Abfälle: Mögliche Lösungen werden kontrovers diskutiert (Foto: BfS)
Endlagerung radioaktiver Abfälle: Mögliche Lösungen werden kontrovers diskutiert (Foto: BfS)

Kaum ein Thema wird in der Gesellschaft so kontrovers diskutiert, wie die Entsorgung hochradioaktiver Abfälle. In Deutschland wird das letzte Kernkraftwerk 2022 vom Netz genommen. Während bei den schwach- und mittelradioaktiven Abfällen geeignete Lösungen absehbar sind, ist für hochradioaktives Material weltweit noch kein Endlager in Betrieb. Die Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg und das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) diskutieren mit Experten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft im Symposium „Endlagerung“ am Mittwoch, 13. Juni, Lösungsansätze für diese wissenschaftlich-technische und gesellschaftliche Herausforderung.

Die Veranstaltung findet von 10:00 bis 18:00 Uhr in der Aula des Fortbildungszentrums Technik und Umwelt (FTU) am Campus Nord des KIT, Eggenstein-Leopoldshafen, statt. Interessierte Journalistinnen und Journalisten sind als Gäste willkommen (Anmeldung bitte auf beiliegendem Formular.)
Hochradioaktive Abfälle aus Kernkraftwerken haben im Vergleich zu den schwach- und mittelradioaktiven Abfällen ein relativ kleines Volumen, enthalten aber den Großteil der Radioaktivität und der langlebigen Radionuklide. Diese entwickeln wegen der noch über tausende von Jahren andauernden Zerfallsprozesse kontinuierlich Wärme. Fragen, die beim Symposium „Endlagerung“ zur Sprache kommen, sind:  Wie schätzt die Europäische Kommission die Entwicklung der Endlager-Diskussion in Europa ein? Kann ein neues Gesetz verhärtete Fronten aufbrechen? Ist ein Neubeginn bei der Suche nach einem Endlager für hochradioaktive Abfälle nötig? Wie ist die Einschätzung der Wissenschaft und soll die Bevölkerung stärker in die Suche nach Standorten miteinbezogen werden?

„Wir begrüßen es sehr, dass diese Veranstaltung am KIT stattfindet. Die Forschung auf dem Gebiet der nuklearen Entsorgung  und Endlagersicherheit in Karlsruhe steht im weltweiten Vergleich in der Spitzengruppe und wurde wiederholt durch internationale Gutachter hervorragend bewertet. Mit unserer Expertise werden wir wesentliche Beiträge zur zielgerichteten Lösung der anstehenden Probleme leisten. Hierbei ist die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Disziplinen notwendig, die nahezu alle am KIT vorhanden sind“, so der KIT-Vizepräsident für Forschung und Innovation Dr. Peter Fritz.

Dr. Wolf-Dietrich Erhard, Sprecher des Vorstandes der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg: „Die Stiftung Energie & Klimaschutz bietet eine neutrale Plattform, um Akteure zu aktuellen energiepolitischen Fragestellungen zusammen zu bringen. Die Stiftung leistet damit einen Beitrag zur Aufklärung komplexer Sachverhalte wie zum Beispiel der Frage der Endlagerung, die sich zu einer der Schlüsselfragen der deutschen Energiepolitik entwickelt hat.“ 


Das Programm:


09:30 – 10:00

Registrierung

   
10:00

Einführung

 

Videobotschaft
Prof. Dr. Eberhard Umbach
Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Dr. Peter Fritz
Vizepräsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

Dr. Wolf-Dietrich Erhard
Sprecher des Vorstands der Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg

 

10:30 Endlagerung – eine europäische Aufgabe
 

Dr. Ute Blohm-Hieber
Head of Unit D2 (Nuclear Energy, Transport, Decommissioning & Waste Management), European Commission, Directorate General for Energy

 

11:00 Endlagersuche in Deutschland – Alles auf null?
 

Minister Dr. Stefan Birkner
Niedersächsischer Minister für Umwelt, Energie und Klimaschutz


MdB Ute Vogt
Obfrau der SPD-Bundestagsfraktion des 1. Untersuchungsausschusses "Gorleben"


Ministerialdirektor Helmfried Meinel
Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg

 

13:00

Mittagspause

   
14:00 Stand der Endlagerdiskussion aus Sicht der Wissenschaft
 

Dr. Peter Fritz
Vizepräsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT)

 

14:45 Schwach- und mittelradioaktive Abfälle
 

Dr. Michael Hoffmann
Leiter der Abteilung Genehmigungen im Fachbereich Sicherheit in der
nuklearen Entsorgung im Bundesamt für Strahlenschutz


Dr. Hannes Wimmer
Vorsitzender der Geschäftsführung der GNS Gesellschaft für Nuklear-Service mbH


Dr. Wolfgang Eckert
Kaufmännischer Geschäftsführer der EnBW Kernkraft GmbH

 

16:15
Kaffeepause
   
16:45 Sind Endlager einer breiten Bevölkerungsschicht überhaupt vermittelbar?
 

Dr. Markus Fritschi
Mitglied der Geschäftsleitung der Schweizer Nationalen Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle NAGRA


Beate Kallenbach-Herbert
Öko-Institut, Leiterin Bereich Nukleartechnik und Anlagensicherheit


Prof. Jan Ziekow
Direktor des Deutschen Forschungsinstituts für öffentliche Verwaltung in Speyer

 

18:00 Ende der Veranstaltung
    

Die Stiftung Energie & Klimaschutz Baden-Württemberg ist eine rechtsfähige Stiftung des bürgerlichen Rechts. Ihre Gemeinnützigkeit wurde vom Finanzamt Karlsruhe anerkannt. Satzungsgemäßer Zweck der Stiftung Energie & Klimaschutz ist die Anregung der gesellschaftlichen und politischen Diskussion in allen energiewirtschaftlich relevanten Bereichen. Die Stiftung veranstaltet dazu regelmäßig Debatten-Abende mit Persönlichkeiten aus Politik, Forschung und Wirtschaft.  

 

 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) verbindet seine drei Kernaufgaben Forschung, Lehre und Innovation zu einer Mission. Mit rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie 25 000 Studierenden ist das KIT eine der großen natur- und ingenieurwissenschaftlichen Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas.

KIT – Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft

lg, 06.06.2012
Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: presseHnl6∂kit edu oder +49 721 608-47414. Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.