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Presseinformation 020/2011

Hector Forschungspreis für Jürg Leuthold

KIT-Wissenschaftler erhält die Auszeichnung für seine herausragenden Arbeiten auf dem Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung
Preisträger Professor Jürg Leuthold (2.v.li.) mit Josefine und Dr. Hans-Werner Hector  (re.) sowie dem baden-württembergischen Wissenschaftsminister Professor Peter Fran- kenberg. (Foto: Marco Schilling)
Preisträger Professor Jürg Leuthold (2.v.li.) mit Josefine und Dr. Hans-Werner Hector (re.) sowie dem baden-württembergischen Wissenschaftsminister Professor Peter Frankenberg. (Foto: Marco Schilling)

Professor Jürg Leuthold vom KIT ist einer der diesjährigen Träger des Hector Forschungspreises und gehört nun zum Kreis der sogenannten „Hector-Fellows.“ Drei herausragende Wissenschaftler deutscher Exzellenz-Universitäten haben in diesem Jahr den mit jeweils 150.000 Euro dotierten Hector Forschungspreis erhalten, neben Leuthold sind dies Professor Stephen Hashmi (Universität Heidelberg) und Prof. Jens Timmer (Universität Freiburg). Die Hector Stiftung II mit Sitz in Weinheim würdigt damit sowohl die bahnbrechenden Forschungsleistungen der Naturwissenschaftler als auch ihre Grundhaltung als Hochschullehrer.

Der Physiker Leuthold, der seit 2004 am KIT forscht und lehrt,  ist ein Experte auf dem Gebiet der Hochgeschwindigkeits-Datenübertragung. So hat er jüngst mit seiner Gruppe ein optisches Verfahren entwickelt, mit welchem man die größte je auf einen einzigen Laserstrahl kodierte Datenmenge von 10 Terabit pro Sekunde in Echtzeit kodieren und dekodieren kann. Vor drei Jahren gelang es Leuthold, einen der schnellsten optischen Siliziumchips zu bauen, der nicht nur viermal schneller ist als die bis dahin verfügbaren, sondern auch etwa 50 Mal kleiner als die Chips, die heute in Telekommunikationsgeräten eingesetzt werden. Der gebürtige Schweizer leitet am KIT das Institut für Photonik und Quantenelektronik (IPQ) sowie das Institut für Mikrostrukturtechnik (IMT).

Beim Festakt in Heidelberg am 4. Februar würdigte Dr. h.c. Hans-Werner Hector die faszinierenden Arbeiten der Preisträger: „Aus Ihren Forschungsgebieten entsteht das Wunder des Alltags.“ Gerne stelle die Stiftung finanzielle Mittel zur Verfügung, um die besten Professoren zu fördern. Denn dies sei die logische Fortsetzung der Unterstützung von besonders begabten Schülern und Studenten, der sich die Stiftung ebenfalls verschrieben hat. „Erst beides zugleich ergibt ein sinnvolles Ganzes“, sagte Hector.

„Die Ernennung von Herrn Leuthold zum Hector-Fellow ist für das KIT eine große Ehre“, so KIT-Präsident Professor Horst Hippler. „Wir freuen uns sehr, dass auch in diesem Jahr wieder ein Wissenschaftler des KIT Träger des Hector Forschungspreises ist, der exzellente Forschung mit herausragender Lehre verknüpft.“

Leuthold gehört nun zum Kreis der sogenannten „Hector-Fellows“, was wörtlich übersetzt „Gefährte“ bedeutet und im angelsächsischen Raum Mitglieder eines Teams von Spezialisten bezeichnet, die gemeinsam an wissenschaftlichen Themen arbeiten. Die Stifter Josephine und Hans-Werner Hector verfolgen mit der seit 2009 jährlich an drei Wissenschaftler vergebenen Auszeichnung das Ziel, dass sich die Preisträger gegenseitig bei ihrer Arbeit unterstützen und die Naturwissenschaften der Allgemeinheit näher bringen. Durch die Vernetzung der „Fellows“ entsteht gewissermaßen eine „Tafelrunde der Spitzenwissenschaftler“, die nun neun Mitglieder hat: Neben den drei diesjährigen Preisträgern sind dies die Professoren Manfred Kappes (KIT), Franz Nestmann (KIT), Doris Wedlich (KIT), Peter Gumbsch (KIT) und Martin Wegener (KIT) sowie Thomas Elbert (Universität Konstanz).

Weitere Informationen zur H. W. & J. Hector-Stiftung und zur Hector-Stiftung II unter:  www.hector-stiftung.de .

 

Als „Die Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft“ schafft und vermittelt das KIT Wissen für Gesellschaft und Umwelt. Ziel ist es, zu den globalen Herausforderungen maßgebliche Beiträge in den Feldern Energie, Mobilität und Information zu leisten. Dazu arbeiten rund 9 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf einer breiten disziplinären Basis in Natur-, Ingenieur-, Wirtschafts- sowie Geistes- und Sozialwissenschaften zusammen. Seine 25 500 Studierenden bereitet das KIT durch ein forschungsorientiertes universitäres Studium auf verantwortungsvolle Aufgaben in Gesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft vor. Die Innovationstätigkeit am KIT schlägt die Brücke zwischen Erkenntnis und Anwendung zum gesellschaftlichen Nutzen, wirtschaftlichen Wohlstand und Erhalt unserer natürlichen Lebensgrundlagen.

lg, 07.02.2011

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