Karlsruher Institut für Technologie

Presseinformation 63/2008

Anna Gossen gewinnt weltweiten Ideenwettbewerb

Die Informatikstudentin am KIT setzte sich mit ihrem Team beim Cisco I-Prize gegen mehr als 2500 Wettbewerber aus 104 Ländern durch
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Glückliche Gewinnerin: Anna Gossen vor dem Audimax des KIT (Foto: privat)

Anna Gossen, Informatikstudentin am KIT, ist die Gewinnerin eines weltweit ausgeschriebenen Ideenwettbewerbs für Innovatoren und Unternehmensgründer. Sie und ihr Team erhalten den Cisco I-Prize für ihre fundierte Geschäftsidee zum effizienten Energie-Management in Unternehmen und Haushalten. Damit setzte sich Anna Gossens Erfindergruppe erfolgreich gegen mehr als 2.500 weitere Wettbewerber aus 104 Ländern durch. Der Preis, der vom Unternehmen Cisco Systems mit Hauptsitz in San José in den USA ausgeschrieben wurde, ist mit 250.000 US-Dollar dotiert.

Dies ist zugleich auch eine private Erfolgsgeschichte, denn zum deutsch-russischen Innovatoren-Team zählen auch Anna Gossens Ehemann Niels Gossen, Informatikstudent an der Hochschule Karlsruhe – Technik und Wirtschaft, und ihr Bruder Sergey Bessonnitsyn. Dieser ist Systemingenieur bei einem Telekommunikationsunternehmen in Russland. Das Team um Anna Gossen arbeitete an dem Konzept aus beiden Ländern via Online-Collaboration-Tools.

Auch die Entwicklung des Business-Plans und die Präsentation erfolgte in virtuellen Meetings.

„Von dem Wettbewerb habe ich eher zufällig von Studenten hier an der Uni erfahren!“, sagt Anna Gossen, die sich freut, ihre Idee mit ihrem Team nun als Geschäftsfeld bei dem internationalen Unternehmen weiterentwickeln zu können und dabei das Thema Energieeffizienz voranzutreiben. Dabei war ihr System zum Energie-Management nicht die einzige Geschäftsidee, die sie und ihr Team bei dem Wettbewerb eingereicht hatten. Insgesamt 14 Problemlösungen und Ideen hatte Gossen parat, von den Bereichen Kommunikationsinfrastrukur über Webservices bis hin zu einer Idee, die die Sicherheit der Kinder auf den Straßen erhöhen soll. „Ich überlege oft, wie man das Leben leichter machen kann“, sagt die gebürtige Russin, die seit sechs Jahren in Deutschland lebt und seit 2006 an der Universität Karlsruhe Allgemeine Informatik studiert. Nun ist sie im fünften Fachsemester und will sich auf Telematik spezialisieren.

"Wir sind sehr stolz, dass eine Studentin unserer Fakultät sich mit ihrem Geschäftsmodell gegenüber einer so starken internationalen Konkurrenz durchsetzen konnte", freut sich Professor Heinz Wörn, Dekan der Fakultät für Informatik im KIT. "Das ist für uns zugleich eine Auszeichung unserer breit angelegten Informatikerausbildung in Therorie und Praxis, die sich an Ergebnissen aktueller Forschungen orientiert."

Der Cisco I-Prize wurde 2007 in Bangalore als Ideenwettbewerb für Innovatoren und junge Unternehmer rund um den Erdball ins Leben gerufen. Ziel sei es, so das Unternehmen, weltweit Innovationen und Talente zu bündeln und die Rolle von IT und Collaboration zur Förderung von Innovationsprozessen zu unterstreichen. Im Online-Forum wurden Ideen und Kommentare über Geschäfts- und Technologieideen ausgetauscht, Teams gebildet und Geschäftspläne entworfen – mit der Chance, gemeinsam die eigene Geschäftsidee umzusetzen. Weitere Informationen unter Cisco.

Im Karlsruher Institut für Technologie (KIT) schließen sich das Forschungszentrum Karlsruhe in der Helmholtz-Gemeinschaft und die Universität Karlsruhe zusammen. Damit wird eine Einrichtung international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften aufgebaut. Im KIT arbeiten insgesamt 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 700 Millionen Euro. Das KIT baut auf das Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

Die Karlsruher Einrichtung ist ein führendes europäisches Energieforschungszentrum und spielt in den Nanowissenschaften eine weltweit sichtbare Rolle. KIT setzt neue Maßstäbe in der Lehre und Nachwuchsförderung und zieht Spitzenwissenschaftler aus aller Welt an. Zudem ist das KIT ein führender Innovationspartner für die Wirtschaft.


14.10.2008
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