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Presseinformation 04/2007

Rolls-Royce und Universität kooperieren

Viertes University Technology Centre (UTC) in Deutschland eröffnet
Flugtriebwerk
Flugtriebwerk

Sie hätten keinen besseren Zeitpunkt für Ihren Besuch in Karlsruhe und für die Gründung des Rolls-Royce University Technology Centre wählen können“, freute sich der Rektor der Universität Karlsruhe, Professor Horst Hippler. An der Universität wurde heute, 29. August, das vierte universitäre Technologiezentrum, kurz UTC in Deutschland eröffnet. Die Gründung des Rolls-Royce UTC ist ein Symbol für das neuartige Konzept der Innovation im KIT, das eine enge Kooperation mit der Wirtschaft vorsieht.

„Mit der Gründung des Rolls-Royce UTC in Karlsruhe wurde die langjährige Forschungskooperation der Universität Karlsruhe mit Rolls-Royce auf dem Gebiet der Turbomaschinentechnologie auf eine neue Basis gestellt. Das Karlsruher UTC wird sich speziell mit den Aspekten Zweiphasenströmung, Brennkammer- und Turbinenkühlung sowie dem Sekundärluftsystem beschäftigen. Ziel ist es, die Wirtschaftlichkeit von Flugtriebwerken zu verbessern und ihren Schadstoffausstoß zu senken. „Karlsruhe ist unser viertes UTC in Deutschland und Nummer 29 in einem erlesenen, weltumspannenden Netzwerk. Es erfüllt uns mit größtem Stolz, darin weltweit führende Hochschulen aufnehmen zu können – da bildet die Universität Karlsruhe keine Ausnahme“, so Ric Parker, Director Research and Technology, Rolls-Royce.

Obwohl sich die Forschungstätigkeit im UTC vorwiegend auf die Luftfahrt konzentriert, will Rolls Royce die Ergebnisse auch auf die Bereiche Energie und Schiffstechnik anwenden. Primärer Forschungspartner ist das Institut für Thermische Strömungsmaschinen (ITS). Weitere Institute der Universität und des Forschungszentrums Karlsruhe kooperieren. Professor Hans-Jörg Bauer vom ITS wird das Karlsruher UTC leiten: „Forschung, Lehre und Innovation auf dem Gebiet der Flugtriebwerkstechnologie werden von diesem UTC profitieren, das sich nahtlos in die Strategie des künftigen Karlsruhe Institute of Technology einfügt.“

Unter dem Begriff Innovation will das KIT neue Maßstäbe in der Zusammenarbeit mit Unternehmen setzen. So sind im Karlsruher UTC Doktoranden und Diplomanden in bilaterale und teilweise öffentlich geförderte Forschungsprojekte mit Rolls-Royce unmittelbar eingebunden - ganz im Sinne der Stärkung des „Knowledge Triangle“ aus Ausbildung, Forschung und Innovation, wie die Forschungsminister der EU-Mitgliedstaaten in ihrem Grundsatzbeschluss vom Juni 2007 gefordert haben. Darüber hinaus wird Rolls-Royce einen Wissenschaftler einer Shared Research Group über einen Zeitraum von vier Jahren finanzieren. Diese KIT-Forschergruppen werden jeweils zur Hälfte aus dem Zukunftskonzept der Exzellenzinitiative und aus anderen Mitteln, z.B. aus der Industrie getragen.

Das Rolls-Royce UTC arbeitet auf dem Feld der Energiewandlung, einem wesentlichen Teil des KIT-Zentrums Energie, dessen Gründung bis zum 1.1.2008 geplant ist. Bei der Energiewandlung geht es unter anderem um Prozesse und hoch entwickelte technische Systeme zur thermo-chemischen Umwandlung der Brennstoffe. Erste Analysen weisen darauf hin, dass verschiedene auf dem Gebiet der Turbomaschinen entwickelte Technologien auch ein großes Potenzial für die Heliumkühlung von Fusionsreaktoren besitzen könnten. Im Gegenzug wird die Forschung im Rolls-Royce UTC von KIT profitieren. Ein möglicher Anknüpfungspunkt sind die Aktivitäten des Forschungszentrums auf dem Gebiet der Biokraftstoffe der zweiten Generation (Bioliq).

Durch die Einbindung des KIT in das weltweite Netzwerk von UTC Partnern wird die Internationalität der Forschung und Lehre im KIT weiter gestärkt. So wurden bei der heutigen Eröffnung des UTC Karlsruhe Kooperationsabkommen mit zwei englischen UTC in Surrey und Nottingham, England geschlossen.

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist der Zusammenschluss zwischen der Universität Karlsruhe und dem Forschungszentrum Karlsruhe. Gemeinsam arbeiten hier 8000 Beschäftigte mit einem jährlichen Budget von 600 Millionen Euro. Im KIT bündeln beide Partner ihre wissenschaftlichen Fähigkeiten und Kapazitäten, richten die dafür optimalen Strukturen für Forschung, Lehre und Innovation ein und entwickeln gemeinsame Strategien und Visionen.

Mit KIT entsteht eine Institution international herausragender Forschung und Lehre in den Natur- und Ingenieurwissenschaften. KIT soll Attraktionspunkt für die besten Köpfe aus der ganzen Welt werden, neue Maßstäbe in Lehre und Nachwuchsförderung setzen und das führende europäische Zentrum in der Energieforschung bilden. Im Bereich der Nanowissenschaften will KIT eine weltweit führende Rolle einnehmen. Ziel von KIT ist es, einer der wichtigsten Kooperationspartner für die Wirtschaft zu sein.





Dr. Elisabeth Zuber-Knost
Pressesprecherin
Kaiserstraße 12
76131 Karlsruhe
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lg, 29.08.2007

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