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Powertrain in the Loop: IPEK weiht neuen Prüfstand ein

Das IPEK - Institut für Produktentwicklung am KIT nimmt einen neuen Prüfstand zur Untersuchung von konventionellen und alternativen Antriebssystemen in Betrieb.

Powertrain-in-the-Loop-Prüfstand am IPEK

Der im Rahmen der Exzellenzinitiative beschaffte Powertrain-in-the-Loop-Prüfstand wurde am Freitag, 7. Oktober, in Anwesenheit zahlreicher hochrangiger Gäste aus Industrie und Forschung feierlich eingeweiht. Er ermöglicht den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des Instituts die Erforschung moderner Entwicklungsmethoden für komplexe konventionelle und alternative Antriebssysteme und Antriebsteilsysteme.

Mithilfe von hochdynamischen Prüfstandsantrieben und einem leistungsfähigen Regelungssystem können Verkehrssituationen und Umgebungseigenschaften sowie das Verhalten von Fahrer und restlichem Antriebssystem, das nicht Teil des physischen Versuchsaufbaus ist, durch Echtzeitsimulation in den Versuch eingebunden werden. Damit stellt der Prüfstand eine konsequente Erweiterung des am IPEK entwickelten X-in-the-Loop-Ansatzes dar.

"Dieser Forschungsschwerpunkt bildet im KIT-Zentrum Mobilitätssysteme eine wesentliche Basis zur Erforschung zukunftsfähiger Antriebssystemlösungen", erläutert Sascha Ott, Geschäftsführer des KIT-Zentrums Mobilitätssysteme. Der X-in-the-Loop-Ansatz beschreibt die grundlegende Vorgehensweise bei der Validierung komplexer Antriebssysteme, beispielsweise der effizienten Absicherung von Komfort- und Funktionseigenschaften, unter Berücksichtigung der Wechselwirkungen zwischen Antriebssystem, Fahrer und Umgebung.

Zielsetzung ist eine möglichst gute Übertragbarkeit der Analyseergebnisse auf das reale Fahrzeugverhalten. In diesem Zusammenhang werden am IPEK beispielsweise Methoden zur Optimierung der elektrischen Verbrennungsmotorsimulation erforscht. Dabei sollen unter anderem die Auswirkungen im Versuchsergebnis, die aus Vereinfachungen im Restsystemmodell oder aus technischen Limitierungen in der Prüfstandstechnik resultieren, minimiert werden.

"Mit dem Powertrain-in-the-Loop-Prüfstand steht am KIT die leistungsfähigste Untersuchungsumgebung im Bereich der Antriebssystemtechnik für international wettbewerbsfähige Spitzforschung zur Verfügung", so o.Prof. Dr.-Ing. Dr. h.c. Albert Albers, Leiter des IPEK.


del, 07.10.2011