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Studis experimentieren mit gesünderen Snacks

Studierende des KIT und der Universität Straßburg nahmen an einem bilingualen Workshop am KIT und am Max Rubner-Institut teil.

Säckeweise Knabbereien aus Maisgrieß produzierten Studierende des KIT und der Universität Straßburg im Technikum des Instituts für Bio- und Lebensmitteltechnik im Bereich Lebensmittelverfahrenstechnik (LVT). Beim Workshop „Grundlagen der Verfahrenstechnik am Beispiel eines Verarbeitungsprozesses: Extrusion“ gingen die zehn Studierenden der Frage nach, wie „gesunde“ Snacks unter Zugabe von Ballaststoffen oder sekundären Pflanzenstoffen hergestellt werden können.

Die Praxisveranstaltung war Teil eines einwöchigen, bilingualen Blockseminars am KIT und am Max Rubner-Institut im Rahmen des Ernährungsforschungsprojekts nutrhi.net. Das Projekt setzt unter anderem auf eine grenzübergreifende Ausbildung von Masterstudierenden im Bereich Pharmazie und Lebensmittelverfahrenstechnik.

Gemeinsam analysierten die angehenden Lebensmittelverfahrenstechniker und Pharmazeuten die Konsistenz der hergestellten Snack-Prototypen und bewerteten diese schließlich aus Konsumentensicht, beispielsweise bezüglich des Härtegrades und ihrer Knusprigkeit. Zu diesem Zweck variierten sie die Zusammensetzung unter Zugabe von Apfelfasern, Zucker oder Backpulver. „Die studentischen Versuche im Workshop gliedern sich in die Forschungsarbeit des LVT im Projekt nutrhi.net ein“, erklärt Mario Hirth, Doktorand am LVT und Betreuer der Studierendengruppe. „Wir untersuchen unter anderem, wie man Pflanzeninhaltsstoffe in Snacks oder Cerealien einbringen und dort verfügbar machen kann.“

„Der Vorteil solcher Workshops ist, dass Sprachbarrieren in den Hintergrund treten“, so Dr. Mathias Heckele von der Deutsch-Französischen Initiative des KIT. „Die Studierenden müssen sich zwangsläufig über das gemeinsame Projekt austauschen, da ist es erst mal unwichtig, ob Fachbegriffe in der Fremdsprache zunächst unbekannt sind.“ Außerdem förderten bilinguale Projekte die Offenheit der Studierenden für fremde Kulturen und ihre internationale Mobilität, was besonders in der Industrie gefragt sei.

Unter dem Motto „Gesunde Ernährung mit regionalen Lebensmitteln“ zielt das Ernährungsforschungsprojekt nutrhi.net auch auf die Vernetzung der Ernährungs- und Lebensmit-telforschung über die deutsch-französische Grenze hinweg. Zwischen Max Rubner-Institut und dem Bereich Lebensmittelverfahrenstechnik des Instituts für Bio- und Lebensmitteltechnik am KIT besteht ein Kooperationsvertrag über die Zusammenarbeit in Forschungsvorhaben, wissenschaftlichen Erfahrungsaustausch, Beteiligung an Lehraufgaben und die gemeinsame Nutzung von Versuchseinrichtungen. Der Workshop wird im Rahmen des EU-Programms „Interreg IV“ über das Projekt nutrhi.net finanziert.


sk, 08.03.2011