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2. NwT-Schülervorlesung am KIT

Das Thema "Maximierung sportlicher Leistungen" lockte vergangenen Mittwoch knapp 600 Gymnasiasten von über zwanzig Gymnasien zwischen Bühl und Heidelberg ins Audimax auf dem Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie.

Rund 600 Gymnasiasten von über zwanzig Gymnasien zwischen Bühl und Heidelberg kamen zur 2. NwT-Schülervorlesung ans KITDr. Wolfgang Potthast von der deutschen Sporthochschule Köln, der im Moment die Professur für Biomechanik am Institut für Sport und Sportwissenschaft am KIT vertritt, führte die Schülerinnen und Schüler in die Arbeitswelt eines Sportwissenschaftlers ein. Und das war für die Zuhörer, die zum großen Teil das Kernfach Naturwissenschaft und Technik (NwT) gewählt haben, durchaus anspruchsvoll.

Ausgehend von den physikalischen Grundlagen der Mechanik entwickelte Dr. Potthast, wie Sportwissenschaftler den dynamischen Abläufen im Körper auf die Spur kommen und dadurch moderne Leistungsdiagnostik im Hochleistungssport betrieben werden kann. An dem bekannten Fall eines beinamputierten Sprinters, der mit Hilfe von Sprinterprothesen Weltrekorde erreichte, verdeutlichte Dr. Potthast die Anwendung dieser Messtechniken. Er untersuchte bei diesem Fall die Frage, ob solche Hilfsmittel auch im direkten sportlichen Vergleich mit unversehrten Sportlern zulässig sind.

Zahlreiche Graphiken und Videosequenzen machten klar, dass mit Hilfe der physikalischen Grundlagen aus dem Schulunterricht, einer gehörigen Portion Technik und kreativer Versuchsgestaltung wichtige Erkenntnisse für das sportliche Training gewonnen werden können.

"Diese Vorlesung passte genau in unseren Unterricht!", meinte im Anschluss an die Veranstaltung eine begeisterte Lehrerin aus Bretten. "Im Physikunterricht arbeiten die Schüler gerade an der Kinematik, und in NwT steht das Thema Biomechanik des Bewegungsapparates auf dem Programm."

"Dies ist auch das Ziel der Veranstaltung", erklärte Stefan Klär, Fachberater für NwT am Regierungspräsidium Karlsruhe. "Die Vorlesung soll im besten Falle thematisch zum aktuellen Unterricht passen und inhaltlich wissenschaftliche Erweiterungen bieten, die die Lehrer an den Schulen nur mit erheblichem Aufwand leisten können. Als Verwantwortlicher schätze ich mich sehr glücklich, dass wir dabei schon zum zweiten Mal auf die unkomplizierte Mithilfe der Wissenschaftler des KIT zurückgreifen konnten."

(Foto: Stefan Klär)


del, 25.02.2011