Karlsruher Institut für Technologie

Trauer um Hans Joachim Langmann

Das KIT und der KIT Freundeskreis und Fördergesellschaft e.V. trauern um den früheren Merck-Manager und Gründungs- und Ehrenmitglied des vormaligen Freundeskreises des Forschungszentrums Karlsruhe, der nun mit 96 Jahren verstorben ist.
Hans Joachim Langmann (rechts) mit Manfred Popp, Vorstandsvorsitzender des damaligen Forschungszentrums Karlsruhe, beim Festakt zum 50-jährigen Jubiläum des Forschungszentrums Karlsruhe in der Messe Karlsruhe. (Foto: Markus Breig, KIT)
Hans Joachim Langmann (rechts) mit Manfred Popp, Vorstandsvorsitzender des damaligen Forschungszentrums Karlsruhe, beim Festakt zum 50-jährigen Jubiläum des Forschungszentrums Karlsruhe in der Messe Karlsruhe. (Foto: Markus Breig, KIT)
Besuch von Glenn Theodor Seaborg (Nobelpreisträger und Präsident der United States Atomic Energy Commission (USAEC)) (Zweiter von links). Hans Joachim Langmann (Dritter von links) erläutert dem Gast das Zyklotron des Forschungszentrums. (Foto: KIT-Archiv)
Besuch von Glenn Theodor Seaborg (Nobelpreisträger und Präsident der United States Atomic Energy Commission (USAEC)) (Zweiter von links). Hans Joachim Langmann (Dritter von links) erläutert dem Gast das Zyklotron des Forschungszentrums. (Foto: KIT-Archiv)

„Hans Joachim Langmann lag die Förderung unseres wissenschaftlichen Nachwuchses sowie ein anwendungsorientiertes Denken und Handeln in Forschung und Entwicklung in besonderem Maße am Herzen. Als Mitglied der ersten Stunde im Freundeskreis des Forschungszentrums stand er uns seit vielen Jahren mit Rat und Tat zur Seite“, so der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka.

In den Anfangsjahren zwischen 1956 und 1964 leistete der promovierte Kernphysiker als Assistent des wissenschaftlichen Geschäftsführers Professor Otto Haxel Pionierarbeit beim Aufbau der wissenschaftlichen Infrastruktur des Kernforschungszentrums Karlsruhe. Anschließend wechselte er in die Industrie zum Pharma- und Chemiekonzern Merck. Hans Joachim Langmann gehörte seit 1961 zu den von den Gesellschaftern gewählten Repräsentanten der Familie Merck. 1965 übernahm er in der Geschäftsleitung das Finanzressort. Von 1970 bis 2000 war er Vorsitzender der Geschäftsleitung. Nach seiner beispiellosen Laufbahn in der Industrie wurde er 2006 Gründungs- und Ehrenmitglied des Freundeskreises des Forschungszentrums Karlsruhe. Zur Erinnerung an seinen Doktorvater und Mentor stiftete Langmann im Jahr 2006 den „Otto Haxel-Preis für Innovation“ sowie 2017 die „Otto Haxel-Auszeichnung“ für die besten Dissertationen in der Physik am KIT.

Neben seiner Aufgabe als Manager übernahm Hans Joachim Langmann auch gesellschaftliche Verantwortung: von 1974 bis 1980 als Präsident der IHK Darmstadt, 1974 bis 1975 als Präsident des Verbandes der Chemischen Industrie sowie 1985 bis 1986 als Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie. Für seine Verdienste wurde er unter anderem mit dem Großen Verdienstkreuz mit Stern und Schulterband der Bundesrepublik Deutschland und der Wilhelm-Leuschner-Medaille ausgezeichnet.

„Wir sind Hans Joachim Langmann für seine außerordentliche Unterstützung und sein herausragendes Engagement zum Wohle des KIT zu höchstem Dank verpflichtet und werden sein Vermächtnis in dankbarer Erinnerung halten“, so Holger Hanselka.

 

rli, 16.02.2021