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Praxisnahe Lehre: „Integrierte Produktentwicklung“ am KIT

54 Prototypen und sieben Produktentwicklungen: Studierende stellen in der Abschlussveranstaltung zum Innovationsprojekt „IP - Integrierte Produktentwicklung“ ihre Ergebnisse vor
Abschlussveranstaltung IP (Foto: KIT)
Abschlussveranstaltung IP (Foto: KIT)
Abschlussveranstaltung IP (Foto: KIT)
"Wie Weihnachten" - Albert Albers (Mittte), Leiter des IPEK (Foto: KIT)

„Für mich ist zweimal im Jahr Weihnachten – und das seit 22 Jahren“, sagt Albert Albers, Leiter des IPEK – Institut für Produktentwicklung des KIT. So lange gibt es schon das von ihm erfundene Innovationsprojekt „IP - Integrierte Produktentwicklung“ am KIT, bei dem er zielgerichtet Studierende mit großen Unternehmen zusammenbringt, um ihren Erfindergeist in der Praxis zu schulen. Der Schlüssel zur Innovation ist die methodische Anleitung des IPEK durch Albers und sein Team: Die angehenden Ingenieurinnen und Ingenieure entwickeln dabei innerhalb kürzester Zeit konkrete Produkte mit sehr hohem Reifegrad und Innovationspotenzial.

Das Format startete 1997 mit dem Anspruch, neben der Theorievermittlung auch die Anwendung an realen Ingenieuraufgaben in die Lehre zu integrieren. Seitdem wurde es konsequent weiterentwickelt. In diesem Jahr arbeiteten 41 Studierende fünf Monate lang mit Expertinnen und Experten der thyssenkrupp Industrial Solutions AG Mining Technologies. Aus einer offenen Problemstellung entwickelten sie in kleinen Teams Zukunftstechnologien für den Tagebau und die Umschlagtechnik.

Bei der Abschlussveranstaltung haben sie nun ihre Ergebnisse präsentiert: 54 Prototypen und sieben nagelneue Produktentwicklungen. „Was die Studierenden hier vorgestellt haben, ist beeindruckende Ingenieursarbeit – überzeugend und intelligent“, so das Fazit von Albers. Für ihre Entwicklungen hätten die jungen Erfinder das Potenzial von Automatisierung, Digitalisierung und Modularisierung genutzt. Dabei durchliefen sie verschiedene strukturierte Phasen: von der Analyse und Patentrecherche über die Identifikation von möglichen Ansatzpunkten für Innovationen und der Ausarbeitung von Produktprofile bis hin zur konkreten Realisierung von Lösungskonzepten. „Es war eine anstrengende Zeit“, sagt die Maschinenbaustudentin Felicitas Kunz, die in einem der Teams mitgearbeitet hat. „Aber es hat sich gelohnt. Es ist doch etwas völlig anderes praktisch an Lösungen zu arbeiten, als in einem Hörsaal zu sitzen.“


mhe, 07.03.2019