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Effizientere Therapien bei Vorhofflimmern

Axel Loewe belegt mit seiner Dissertation den dritten Platz des Gips-Schüle-Nachwuchspreises 2018.
Axel Loewe (Foto: KIT)
Axel Loewe (Foto: KIT)

Vorhofflimmern ist eine der häufigsten Herzrhythmusstörungen bei Menschen und für 25 Prozent aller Schlaganfälle verantwortlich. Medikamentöse Therapie oder Operationen am Herz sind häufig auf Dauer wirkungslos. In seiner Dissertation untersucht Axel Loewe vom Institut für Biomedizinische Technik des KIT Vorhofflimmern mittels Computermodellen. Ihm ist es gelungen, individuelle Messdaten der Patienten, beispielsweise des Erbguts des Herz-Kreislauf-Systems, in mathematische Modelle zu integrieren. „Diese bieten eine perfekt kontrollierbare Umgebung für Experimente und ermöglichen es, die Folgen einzelner Veränderungen auf das Gesamtsystem zu berechnen und zu untersuchen, ohne dem Menschen Schaden zuzufügen“, sagt Loewe.

 

Hören Sie hier die Experten im Radiointerview:

 

 

Die modellbasierten Ansätze tragen zu einem umfassenderen Verständnis der Krankheit bei. So können effizientere, auf den einzelnen Patienten angepasste Therapien entwickelt werden. Mit seiner Forschung belegte Loewe nun den dritten Platz des Gips-Schüle-Nachwuchspreises 2018 der Gips-Schüle-Stiftung.

 

Die Gips-Schüle-Stiftung fördert Forschung, Nachwuchs und Lehre in Baden-Württemberg, vor allem in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) sowie interdisziplinäre Projekte. Sie ermöglicht die Durchführung zukunftsweisender Forschungsprojekte und finanziert Stiftungsprofessuren, vergibt Stipendien, unterstützt Studienbotschafter zur Anwerbung von Abiturienten für MINT-Fächer und Projekte zur Lehreraus- und -fortbildung. Jährlich verleiht die Stiftung den mit insgesamt 17.500 Euro dotierten Gips-Schüle-Nachwuchspreis.

 

swi, 11.07.2018