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Ausdehnung von Ackerflächen reduziert CO2-Aufnahme

Studie zur Auswirkung veränderter Landnutzung auf die Kohlendioxid-Konzentration in der Atmosphäre – Veröffentlichung in Environmental Research Letters
Die Umnutzung von Wäldern in Agrarflächen beschleunigt den Klimawandel – zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie (Foto: Dr. Anita Bayer, KIT/IMK-IFU)
Die Umnutzung von Wäldern in Agrarflächen beschleunigt den Klimawandel – zu diesem Ergebnis kommt die aktuelle Studie (Foto: Dr. Anita Bayer, KIT/IMK-IFU)

Pflanzen binden einen Teil des Treibhausgases Kohlendioxid (CO2), das vor allem durch Verbrennen fossiler Energieträger in die Atmosphäre freigesetzt wird. Veränderte Landnutzung, wie die immer noch zunehmende Abholzung von Wäldern, lässt erwarten, dass sich die CO2-Aufnahmekapazität dieser Flächen künftig verringern wird. Darauf weist eine Studie von Klimaforscherinnen und -forschern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) hin. Über die Ergebnisse berichten sie in der Fachzeitschrift Environmental Research Letters.

Der Klimawandel hängt stark mit dem Anstieg von CO2 in der Atmosphäre zusammen. Pflanzen nehmen bei der Photosynthese allerdings einen Teil der industriellen CO2-Emissionen aus der Atmosphäre auf. Damit tragen sie wesentlich zum Klimaschutz bei. „Der CO2-Anstieg in der Atmosphäre ist derzeit geringer, als aufgrund der anthropogenen Emissionen zu erwarten wäre“, sagt Professorin Almut Arneth vom Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU), dem Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen. 20 bis 25 Prozent des von Menschen in die Atmosphäre abgegebenen CO2 werden derzeit von Pflanzen wieder aufgenommen. „Dieser Effekt dämpft den Klimawandel; ohne ihn wäre die globale Erwärmung bereits stärker vorangeschritten“, betont die Wissenschaftlerin. „Die Frage ist, ob dies in den kommenden Jahrzehnten so bleiben wird“, sagt sie.

Vollständiger Text: Presseinformation 074/2018

 

afr, 20.06.2018