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RescueWave: Ordnung statt Chaos bei Großschadensfällen

Das elektronische Sensorsystem RescueWave soll Rettungseinsätze effizienter machen – Grundlagenforschung und Technologietransfer aus dem KIT
RescueWave - Ordnung statt Chaos bei Grossschadensfaellen
Dank intuitiver Bedienbarkeit des Systems können sich Rettungskräfte voll auf ihre notfallmedizinische Arbeit konzentrieren (Foto: VOMATEC Innovations GmbH)
Die geistigen Väter von RescueWave (v.l.n.r.): Dr. Ashok Kumar Chandrasekaran, Professor Wilhelm Stork und Dr. Stephan Heuer. (Foto: FZI Forschungszentrum Informatik am KIT)
Die geistigen Väter von RescueWave (v.l.n.r.): Dr. Ashok Kumar Chandrasekaran, Professor Wilhelm Stork und Dr. Stephan Heuer. (Foto: FZI Forschungszentrum Informatik am KIT)

Die Reihenfolge, nach der Opfer bei einem sogenannten „Massenanfall von Verletzten“ erstversorgt und abtransportiert werden, wird bisher nach einem System festgelegt, das aus der Militärmedizin stammt: Farbige Anhängekarten entscheiden über die Priorität eines medizinischen Notfalls. Ein neues elektronisches System mit dem Namen RescueWave soll jetzt die Einsatzführung effizienter machen. Die Idee dafür stammt auch aus dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT).

Beim Unfall von Eschede 1998, dem schwersten Zugunglück in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland, bei dem ein ICE entgleiste, kamen 101 Menschen ums Leben und 88 wurden schwer verletzt. An den Eindruck, den er einige Jahre später beim Sehen einer TV-Dokumentation gewann, erinnert sich Professor Wilhelm Stork vom Institut für Technik der Informationsverarbeitung (ITIV) des KIT und Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik noch heute: „An die 3.000 Rettungskräfte mit fast 250 Fahrzeugen waren damals an der Rettung beteiligt, aber die Lage war höchst unübersichtlich.“

Der Leiter des Bereichs Mikrosystemtechnik am ITIV initiierte daraufhin innerhalb des Graduiertenkollegs Sensornetze am KIT ein Projekt, in dem der damalige Doktorand Ashok Kumar Chandrasekaran mithalf, die Grundlagen für eine Lösung zu schaffen, die Ordnung in dieses Chaos bringen soll: das softwaregestützte System RescueWave. Sowohl die Forschung am KIT als auch die weiterführende am FZI Forschungszentrum Informatik am Karlsruher Institut für Technologie erfolgte mit den Partnern VOMATEC Innovations GmbH und antwortING Beratende Ingenieure PartGmbB. Die Weiterentwicklung zur Marktreife verantwortete das Technologieunternehmen ITK Engineering.

Vollständiger Text: Presseinformation 020/2018

 

del, 26.02.2018