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KIT baut European Open Science Cloud mit auf

EU fördert Aufbau einer europaweiten Cloud mit Diensten für Austausch, Nutzung und Wiederverwendung von Forschungsdaten – KIT leitet eines von 13 Arbeitspaketen zu „IT-Service Management“
KIT baut European Open Science Cloud mit auf
Das KIT beteiligt sich aktiv am Aufbau einer europäischen Big-Data-Cloud-Infrastruktur zum Austausch wissenschaftlicher Daten. (Foto: Andreas Drollinger)

Mit der European Open Science Cloud (EOSC) entsteht seit Anfang des Jahres eine europaweite Cloud-Plattform, auf der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Forschungsdaten speichern, teilen, nutzen und wiederverwenden können. Da wissenschaftliche Datenmengen teilweise riesig ausfallen, ist spezielles Know-How für den Aufbau und Verwaltung der Big-Data-Cloud-Infrastruktur gefragt. Seine langjährige Expertise in der Verwaltung großer Datenmengen bringt das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) an mehreren Stellen ein, etwa beim Sicherheitskonzept. Insbesondere verantwortet das KIT das IT-Service Management, also beispielsweise den Aufbau eines Servicekatalogs, von Support-Prozessen und -Tools sowie eines Service Desks, der zentralen Anlaufstelle für Nutzeranfragen.

 

Die Europäische Kommission investiert in den nächsten Jahren mehrere Hundert Millionen Euro in den Aufbau einer Cloud-Infrastruktur, deren Ziel es ist, einen einfachen, disziplin- und länderübergreifenden Austausch wissenschaftlicher Daten zu ermöglichen, um die europäische Zusammenarbeit in der Wissenschaft zu unterstützen und den etwa 1,7 Millionen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern in Europa bessere Bedingungen und IT-Dienste zur Transformation von Daten zu Wissen zur Verfügung zu stellen. Hierfür arbeiten mehr als 75 Forschungspartner zusammen.

 

Das Steinbuch Centre for Coputing (SCC) am KIT verfügt über langjährige Erfahrung im Management sehr großer wissenschaftlicher Datenmengen, etwa mit GridKa für den weltweit größten Teilchenbeschleuniger, den Large Hadron Collider (LHC), am CERN in Genf oder auch durch die Koordination der Helmholtz-Data Facility (HDF). In der HDF werden bereits jetzt Forschungsdaten der Helmholtz-Gemeinschaft gespeichert, so wie es die EOSC für ganz Europa plant. „Diese Erfahrung bringen wir als verlässlicher Partner zum Aufbau der EOSC und in die EU-Projekte EOSC-hub und EOSCpilot ein“, sagt Professor Achim Streit, Direktor des SCC am KIT. Insbesondere beschäftigt sich das KIT mit Fragen zur Sicherheit, also der Authentifizierung und der Authorisierung in der Dienst-Infrastruktur der EOSC. „In einer föderierten Forschungscloud, die für ganz Europa geschaffen wird – also einer Cloud, die viele unterschiedliche, bereits existierende Dienst-Infrastrukturen sowie deren Nutzer zusammenbringen wird – muss sichergestellt werden, dass nur diejenigen Personen und Einrichtungen Zugriff auf Dienste und  Daten haben, die auch Zugriff haben sollen“, sagt Streit.

Vollständiger Text: Presseinformation 015/2018

 

sis, 19.02.2018