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Gandhi-Medaille für Postdoc

Die Non Resident Indians Welfare Society of India verleiht Klimaforscher am KIT die Gandhi-Medaille für „herausragende Leistungen und Erfolge von Indern in der internationalen Arena“.
Porträt Tirtha Banerjee
Dr. Tirtha Banerjee, Postdoc am Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen (Foto: IMK-IFU/KIT)

Der Klimaforscher Dr. Tirtha Banerjee, Postdoc am Campus Alpin des KIT in Garmisch-Partenkirchen, erhält die Gandhi-Medaille der Non Resident Indians (NRI) Welfare Society of India. Die Medaille überreicht der indische Staatspräsident Pranab Mukherjee in feierlichem Rahmen im House of Lords in London.

Die NRI Welfare Society of India hat das Ziel, die Verbindungen zwischen Indien und im Ausland lebenden Indern zu stärken. In diesem Jahr erhalten weltweit 26 Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen die Gandhi-Medaille für „herausragende Leistungen und Erfolge von Indern in der internationalen Arena“.

Tirtha Banerjee forscht derzeit am Institut für Meteorologie und Klimaforschung – Atmosphärische Umweltforschung (IMK-IFU) des KIT in der Arbeitsgruppe „Transportprozesse in der atmosphärischen Grenzschicht“, einer Helmholtz-Nachwuchsgruppe von Dr. Matthias Mauder. Banerjees Hauptforschungsgebiet ist die Turbulenz, ein chaotischer, nichtlinearer, multiskaliger Prozess, der in den meisten natürlichen Strömungen in der Umwelt zu finden ist.

Neue Arbeiten zur Biosphäre-Atmosphäre-Interaktion, Dispersionsstudien sowie Wetter- und Klimamodellierung sind darauf angewiesen, diese inhärenten chaotischen Strömungen zu charakterisieren. Tirtha Banerjee beschäftigt sich daher mit grundlegenden Konzepten der Strömungsdynamik, verbunden mit numerischen Simulationen und Daten von Feldexperimenten, um neue Beziehungen für die relevanten Prozesse zu finden. Als Postdoc am KIT untersucht Banerjee, wie Wälder in wüstenähnlichen Gebieten turbulenten Transport nutzen, um sich effektiv zu kühlen. Dazu betreibt er auf Hochleistungsrechnern des KIT komplexe Modellsimulationen. Dies geschieht im Rahmen einer von der DFG geförderten Zusammenarbeit zwischen dem KIT und dem Weizmann-Institut in Israel.


or, 29.09.2016