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Reibung und Verschleiß verstehen – Heisenberg-Professur am KIT

Forschung Martin Dienwiebels, Professor für Angewandte Nanotribologie am KIT, wird mit einer Heisenberg-Professur gefördert / Erforschung von grundlegenden wissenschaftlichen Aspekten von Reib- und Verschleißprozessen in Bauteilen

„Reibung und Verschleiß sind häufig unerwünschte Nebenerscheinungen in Systemen, in denen bewegte Teile aufeinandertreffen“, sagt Martin Dienwiebel, Professor für Angewandte Nanotribologie am KIT. „Sie können zu enormen Material- und Energieverlusten führen.“ Um diese zu verringern und tribologische Systeme effizienter zu gestalten, erforscht der Materialwissenschaftler grundlegende Mechanismen, die zu Reibung und Verschleiß führen: „Es geht darum, diese bereits während des Prozesses messbar zu machen und mathematisch zu beschreiben“. So könnten die Wissenschaftler die Leistungsfähigkeit und Lebensdauer beweglicher Bauteile etwa in Verbrennungsmotoren, Turbinen oder auch Prothesen verbessern.

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft fördert Dienwiebels Forschung zur Nanotribologie mit einer Heisenberg-Professur. Diese ermöglicht es exzellenten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, ihr Forschungsgebiet an einer Hochschule neu zu etablieren.

Das KIT arbeitet im Bereich der Tribologie eng mit dem Fraunhofer-Institut für Werkstoffmechanik IWM zusammen: Im „MikroTribologie Centrum“ erforschen sie grundlegende wissenschaftliche Aspekte von Reib- und Verschleißprozessen in Bauteilen, welche die Wirtschaftlichkeit und Zuverlässigkeit technischer Systeme beeinträchtigen. Mit der Professur wollen KIT und IWM das Lehrangebot zur Tribologie in den Masterstudiengänge „Maschinenbau“ sowie „Materialwissenschaft und Werkstofftechnik“ erweitern und das Thema Nanotribologie aufnehmen.


wer, 04.08.2016