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Geothermie: Bruchexperimente in 410 Metern Tiefe

In einem Versuchsbergwerk im schwedischen Äspö hat ein multidisziplinäres Forscherteam ein hydraulisches Bruchexperiment in 410 Metern Tiefe durchgeführt. Ziel des Experiments ist es, die Technologie zur Wärmenutzung aus Tiefengestein zu verbessern.

Erdwärme verursacht kaum Kohlendioxid und ist nicht von Wind, Wetter, Tageszeit oder Jahreszeit abhängig, also grundlastfähig. Um langfristig die Technologie zur sicheren Wärmenutzung zu verbessern, hat nun im schwedischen Festgesteinslabor Äspö ein Helmholtz-Forscherteam hydraulische Bruchexperimente in 410 Metern Tiefe durchgeführt.

Im Projekt "Nova 54-14-1" wurden kleinräumige Brüche erzeugt, die die Verfahren simulieren, die zur Nutzung der natürlichen Erdwärme oft eingesetzt werden. Eine zentrale Forschungsfrage ist, wie die akustischen und mikroseismischen Auswirkungen minimiert werden können. Dazu werden nicht nur hochauflösende akustische und seismische Messgeräte, sondern auch elektromagnetische Messverfahren eingesetzt.

"Spannungen und Brüche im Gestein beeinflussen sehr stark dessen Leitfähigkeit", erklärt Eva Schill, die am KIT die Arbeitsgruppe Geoenergie leitet. "Mit den neuartigen Verfahren haben wir Änderungen der elektromagnetischen Leitfähigkeit verfolgt, um so ein sehr detailliertes Bild über die Prozesse in der Tiefe erhalten."


Weitere Informationen in der Pressemitteilung des Helmholtz-Zentrums Potsdam.


25.06.2015