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Postdoktoranden des KIT im Eliteprogramm der Baden-Württemberg Stiftung

Die Stiftung unterstützt mit dem Programm herausragende Postdoktorandinnen und Postdoktoranden auf dem Weg zur Professur. Sie fördert sowohl ihre Forschungsprojekte als auch die Vernetzung untereinander.

Ein Gutachtergremium der Stiftung hat die KIT-Nachwuchswissenschaftler Dr. Lars Heinke, Dr. Steven Peters und Dr. Roger Wolf für das Eliteprogramm ausgewählt. Damit verbunden ist die Bereitstellung von Infrastrukturmitteln für eigene Forschungsprojekte.

Licht soll die Durchlässigkeit von Oberflächen steuern
Lars Heinke vom Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG) überzeugte mit seinem Vorhaben, eine fernsteuerbare Oberflächenbeschichtung zu entwickeln. Sein Ansatz beruht auf einem System aus zwei Lagen: oben eine schalbare Schicht und darunter eine passive Reservoir-Schicht, die verschiedene Moleküle aufnehmen und wieder abgeben kann. Der aufliegende Film fungiert als Ventil. Er besitzt Poren im Nanometerbereich, die sich über eine Lichtquelle kontaktlos öffnen und schließen lassen. Die freigegebenen Moleküle aus der Reservoir kommen nur durch, wenn die Poren geöffnet sind.

Fortschreitende Globalisierung erfordert wandlungsfähige Produktionssysteme
Im Projekt von Steven Peters vom Institut für Produktionstechnik (wbk) wird es darum gehen, eine neue Planungsmethode für die Produktion zu entwickeln. Diese soll Unternehmen bei der Entscheidung unterstützen, welche neuen Technologien sich für die eigene Produktion eignen und wann der beste Zeitpunkt ist, diese einzuführen. Mit stärker schwankenden Märkten und der fortschreitenden Globalisierung werde der Kosten- und Innovationsdruck weiter steigen, sagt Peters. Flexibilität und Wandlungsfähigkeit von Produktionssystemen würden zu den entscheidenden Aspekten im Wettbewerb. Für Unternehmen sei es daher wichtig, nicht nur in innovative Produkte, sondern auch frühzeitig in neue Produktionstechnologien zu investieren.

Was das Higgs-Teilchens über das Standard-Modell der Physik verrät
Das am CERN entdeckte Higgs-Boson genauer zu untersuchen, ist Ziel von Roger Wolf vom Institut für Experimentelle Kernphysik (EKP). Er will herausfinden, wie das Teilchen in elementare Tau-Leptonen, die schweren Geschwister des Elektrons, zerfällt. Dadurch kann er auf die Koppelungsstruktur des Higgs-Bosons rückschließen. Bisher lassen sich die Eigenschaften des neuentdeckten Teilchens sowohl mit dem Standardmodell der Teilchenphysik erklären als auch mit einer erweiterten Theorie, die von einer zusätzlichen Symmetrie zwischen Bosonen und den ebenfalls elementaren Fermionen ausgeht. Wolfs Ergebnisse könnten vielleicht nur noch mit einem der beiden Modelle zu erklären sein.


24.02.2014