Home | english | Impressum | Sitemap | Intranet | KIT
Portrait Monika Landgraf
Kontakt:
Monika Landgraf
Pressesprecherin

Tel: +49 721 608-47414
Fax: +49 721 608-43658
E-Mail

Zum Presseportal

Presseinformation 115/2011

Celitement® erhält Umwelttechnik-Sonderpreis

Auszeichnung des Landes Baden-Württemberg für den am Karlsruher Institut für Technologie entwickelten umweltfreundlichen Zement
Hin zu einer umweltfreundlichen Zementherstellung: Celitement® erhält den Umwelt- technik-Sonderpreis Baden-Württemberg. (Foto: Markus Breig)
Hin zu einer umweltfreundlichen Zementherstellung: Celitement® erhält den Umwelttechnik-Sonderpreis Baden-Württemberg. (Foto: Markus Breig)

Der am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) entwickelte umweltschonende Zement Celitement® erhält den Umwelttechnik-Sonderpreis Baden-Württemberg. Celitement® erfordert aus heutiger Sicht nur halb so viel Energie bei der Herstellung und gibt bei der Produktion im Vergleich zu bisherigen Verfahren voraussichtlich nur halb so viel Kohlendioxid (CO2) an die Umwelt ab. Der neue Zement wird mittlerweile von der Celitement GmbH, einer Ausgründung der vier Erfinder, des KIT und des Industriepartners SCHWENK Zement KG bis zur Marktreife weiterentwickelt.

Den Umwelttechnikpreis vergibt das baden-württembergische Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft alle zwei Jahre für hervorragende und innovative Produkte in der Umwelttechnik in vier Kategorien. Der Sonderpreis der Jury, den in diesem Jahr die Celitement GmbH erhält, orientiert sich an aktuellen umweltpolitischen Herausforderungen.

Die Zementherstellung ist ein energieintensiver Prozess. Jährlich emittieren die Zementwerke etwa drei Milliarden Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid – dies sind fünf bis sieben Prozent der weltweiten CO2-Emissionen. Damit setzt die Zementherstellung drei bis viermal so viel CO2 frei wie der gesamte Flugverkehr.

Verglichen mit herkömmlichen Verfahren zur Zementherstellung verspricht der neue Zement enorme Energieeinsparungen sowie voraussichtlich eine Halbierung der CO2-Emissionen. Celitement® ist zudem ressourcenschonend, da im Vergleich zu herkömmlichem Portlandzement nur ein Drittel der Menge an Kalkstein nötig ist und auf den Zumahlstoff Gips vollständig verzichtet werden kann.


Die neu errichtete Pilotanlage liefert täglich 100 Kilogramm Celitement®. (Foto: Markus Breig)


 „Celitement® hat das Potenzial langfristig in großen Bereichen den konventionellen Zement zu ersetzen“, ist Dr. Hanns-Günther Mayer, einer der Geschäftsführer der Celitement GmbH, überzeugt. Zunächst haben die KIT-Wissenschaftler Celitement® im Labormaßstab produziert. Nach mehr als einem Jahr mit intensiven und sehr erfolgreichen Tests errichtete die Celitement GmbH im letzten Jahr auf dem Campus Nord des KIT eine Pilotanlage mit einem Investitionsvolumen von fünf Millionen Euro. Die Pilotanlage wird ab Herbst 2011 täglich 100 Kilogramm Celitement® liefern. „Dies ist eine weiterer großer Schritt auf dem Weg zur Marktreife des umweltschonenden Zements“, so Mayer.

Das neue Gebäude der Celitement GmbH auf dem Campus Nord des KIT. (Foto: Markus Breig)

„Mit energie- und materialeffizienten Verfahren und Produkten können baden-württembergische Unternehmen enorme Kostensenkungspotentiale realisieren, ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern und nicht zuletzt neue, stark wachsende Märkte weltweit erschließen“, betont Franz Untersteller, Minister für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg.  „Mit dem Umwelttechnikpreis wollen wir hier ein Zeichen setzen, indem wir Unternehmen mit ihren Innovationen ins Licht rücken, die besonders ressourcensparend und umweltschonend wirken.“

Die Preisverleihung findet heute von 18:00 bis 20:00 Uhr im Römerkastell Stuttgart-Bad Cannstatt statt.

Weitere informationen zu Celitement® unter: www.celitement.de

Weitere Informationen zum Umwelttechnik-Preis Baden-Württemberg unter http://www.umwelttechnikpreis.de/utp/de/ .


In der Energieforschung ist das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) eine der europaweit führenden Einrichtungen: Das KIT-Zentrum Energie vereint grundlegende und angewandte Forschung zu allen relevanten Energieformen für Industrie, Haushalt, Dienstleistungen und Mobilität. In die ganzheitliche Betrachtung des Energiekreislaufs sind Umwandlungsprozesse und Energieeffizienz mit einbezogen. Das KIT-Zentrum Energie verbindet exzellente technik- und naturwissenschaftliche Kompetenzen mit wirtschafts-, geistes- und sozialwissenschaftlichem sowie rechtswissenschaftlichem Fachwissen. Die Arbeit des KIT-Zentrums Energie gliedert sich in sieben Topics: Energieumwandlung, erneuerbare Energien, Energiespeicherung und Energieverteilung, effiziente Energienutzung, Fusionstechnologie, Kernenergie und Sicherheit sowie Energiesystemanalyse.

 

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts nach den Gesetzen des Landes Baden-Württemberg. Es nimmt sowohl die Mission einer Universität als auch die Mission eines nationalen Forschungszentrums in der Helmholtz-Gemeinschaft wahr. Thematische Schwerpunkte der Forschung sind Energie, natürliche und gebaute Umwelt sowie Gesellschaft und Technik, von fundamentalen Fragen bis zur Anwendung. Mit rund 9000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, darunter knapp 6000 in Wissenschaft und Lehre, sowie 24 000 Studierenden ist das KIT eine der größten Forschungs- und Lehreinrichtungen Europas. Das KIT verfolgt seine Aufgaben im Wissensdreieck Forschung – Lehre – Innovation.

lg, 06.07.2011

Weiterer Kontakt:

Monika Landgraf
PKM Abteilung Presse
Tel.: +49 721 608-48126
Fax: +49 721 608-43658
monika landgrafFls4∂kit edu
Das Foto kann in druckfähiger Qualität angefordert werden unter: presseXyb7∂kit edu oder +49 721 608-47414. Die Presseinformation steht auch als PDF-Datei zur Verfügung.