Seit mittlerweile drei Jahren unterstützt die fachübergreifende Unternehmensberatung Karlsruher
Studenten, kurz fuks e.V., in ihrer Pro Bono-Initiative gemeinnützige Organisationen aus der Region
Karlsruhe mit der Durchführung unentgeltlicher Beratungsprojekte. Im Vordergrund steht dabei
meist der Entwurf von Konzepten zur Lösung verschiedener - meist organisatorischer – Probleme
oder zur Verwirklichung von Zielen der karitativen Organisationen.
Pro Bono-Projekte: Theoretische Kenntnisse in der Praxis anwenden
"Mir macht es Spaß, die an der Universität angeeigneten theoretischen Kenntnisse in der Praxis
anzuwenden und gleichzeitig einen Beitrag für die Gesellschaft zu leisten", so Sebastian Johnen,
Projektmitglied des kürzlich erfolgreich abgeschlossenen dritten Pro Bono-Projekts. In diesem wurde
der Arbeitsgruppe Recife e. V. durch umfassende Maßnahmen geholfen. Recife hat sich die
Unterstützung von Straßenkindern in der gleichnamigen Stadt im Nordosten Brasiliens zum Ziel gesetzt.
Recife arbeitet stark mit der brasilianische Partnerorganisation "Ruas
e Praças" zusammen, die jedes Jahr zwischen 300 und 400 Straßenkinder betreut und versucht, diese
in geordnete Lebensverhältnisse zurückzuführen. Meistens sind es Kinder aus den Armenvierteln,
den sogenannten Favelas, die frühzeitig durch Betteln, Gelegenheitsarbeiten und – im
schlimmsten Falle – kriminelle Handlungen zum Überleben ihrer Familie beitragen müssen. Dies
erfolgt auf Kosten ihrer Schulausbildung und untergräbt somit ihre berufliche Perspektive. Sehr viele
von ihnen bleiben Analphabeten. Manche verlieren sogar den Kontakt zu ihren Eltern und leben
dauerhaft auf der Straße.
Diese Straßenkinder sind vielfältigen Gefahren ausgesetzt, werden häufig
drogenabhängig oder prostituieren sich. Die Hilfsprogramme beispielsweise in Form pädagogischer Betreuung durch
Sozialarbeiter, Wohnunterkünfte etc. der Karlsruher Arbeitsgruppe werden ausschließlich durch
Spenden von Privatpersonen und durch Veranstaltungen finanziert.
Neue Organisationen können sich ab sofort um eine kostenlose Beratung bewerben
Inhaltlich ging es in dem Projekt um die Erstellung eines Fundraising-Konzepts mit Blick
auf die Fußball-Weltmeisterschaft 2014 in Brasilien. In insgesamt knapp 300 Arbeitsstunden
analysierten sechs studentische Berater Netzwerke, ermittelten den Finanzierungsbedarf,
bestimmten Spendergruppen und Vertriebskanäle und identifizierten wichtige erste
Ansprechpartner. "Die Arbeit in einem Pro Bono-Projekt wird vor allem durch die Begeisterung der
Mitglieder der Vereine für ihre Arbeit zu etwas Besonderem", erzählt Ulrike Krebs, die Projektleiterin
des Pro Bono-Projekts.
Nach dem erfolgreichen Abschluss des Projekts können sich nun wieder neue Organisationen mit
gemeinnützigem, kulturellem, sozialem oder humanitärem Charakter um eine kostenlose Beratung
bewerben. Dabei kann die Art der gesuchten Unterstützung breit gefächert sein. Aufgrund der in
über 15 Jahren gesammelten Expertise sind die studentischen Berater von fuks in zahlreichen
Tätigkeitsbereichen flexibel einsetzbar. "Wichtig ist, dass die Vereine auf uns zukommen, wenn Hilfe
benötigt wird", bekräftigt Valeria Lauer, Teammitglied und 2. Vorsitzende von fuks.
del, 07.12.2012
Drittes Pro Bono-Projekt erfolgreich abgeschlossen
Die studentische Unternehmensberatung fuks e. V. unterstützt die Arbeitsgruppe Recife e. V.

