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Ehrendoktorwürde für Professor Werner Güth

Die Fakultät für Wirtschaftswisssenschaften verleiht Professor Werner Güth für seine herausragenden wissenschaftlichen Verdienste auf den Gebieten der Experimentellen Wirtschaftsforschung und der Experimentellen Spieltheorie die Würde eines Ehrendoktors.

Güth, geboren 1944, erhProfessor Werner Güthielt seine wissenschaftliche Ausbildung an der Universität Münster, an der er promovierte und sich auch habilitierte. Sein weiterer wissenschaftlicher Weg führte ihn an die Universitäten in Köln, Frankfurt am Main und an die Humboldt-Universität zu Berlin. Von dort aus wechselte er als Direktor 2001 an das Max-Planck-Institut für Ökonomik in Jena.

In seiner Forschungsarbeit war Werner Güth immer daran interessiert, das Bild des sogenannten "Homo Oeconomicus", also des vollkommen rationalen ökonomischen Entscheiders in Frage zu stellen. In seinen bekanntesten experimentellen Untersuchungen zum "Ultimatum-Spiel" stellte er beispielsweise fest, dass ökonomische Entscheider in der Regel nicht ihren Eigennutz maximieren, sondern dass auch Überlegungen von Fairness und Reziprozität in ihre Entscheidungen einfließen. Durch diese Ergebnisse bestärkt arbeitete er häufig interdisziplinär an der Schnittstelle von Ökonomie und Psychologie.

Seine reichhaltige Publikationstätigkeit belegt, dass er darüber hinaus auch an Grundlagen-Problemen der Ökonomik und der Spieltheorie interessiert war und zu vielen wirtschaftspolitisch aktuellen Themen wissenschaftlich fundiert Stellung bezog, beispielsweise zur Ausgestaltung von Auktionen oder der Einführung von Leiharbeit.

Das Festkolloquium aus Anlass der Verleihung der Ehrendoktorwürde an Professor Dr. Dr. h. c. Werner Güth findet statt am 16. Juni, 16 Uhr, Gaede-Hörsaal (Campus Süd, Gebäude 30.22). Im Rahmen des Festaktes hält Güth den Vortrag "Gleich aufteilen oder effizient handeln? Theoretische Ideen und experimentelle Befunde".


del, 14.06.2010