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Ehrendoktorwürde für Professor Ingo Wolff

Die Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik am KIT zeichnet Professor Ingo Wolff für sein Lebenswerk durch die Verleihung des Grades eines Doktor-Ingenieurs Ehren halber (Dr.-Ing. E.h.) aus.
Professor Ingo WolffWolff gilt als international herausragender Wissenschaftler und Hochschullehrer auf den Gebieten der Hochfrequenztechnik und der Nachrichtentechnik. Darüber hinaus trat er als erfolgreicher Unternehmer sowie als kreativer Organisator über die Grenzen der reinen Wissenschaft hinaus in Erscheinung. National wie international wurden ihm zahlreiche Ehrungen zuteil.

Die von Wolff geleitete IMST GmbH hat über viele Jahre hinweg eine intensive wissenschaftliche Kooperation mit dem Institut für Hochfrequenztechnik und Elektronik (IHE) der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik des KIT gepflegt. In gemeinsamen Forschungsprojekten haben das IHE und die IMST GmbH über mehrere Jahre sowohl im Gebiet der Antennenentwicklung als auch im Bereich der elektromagnetischen Verträglichkeit unter Berücksichtigung von Umweltaspekten intensiv zusammengearbeitet.

In anderen Projekten hat das IHE als direkter Auftragnehmer und Berater für die IMST GmbH gearbeitet. Beide Einrichtungen kooperieren zurzeit in einem Projekt zur Erarbeitung von neuen Verfahren zur Inline-Kontrolle des Bearbeitungsstatus in Honprozessen unter Verwendung der Radartechnologie.

Das Festkolloquium anlässlich der Verleihung der Würde Doktor-Ingenieur Ehren halber (Dr.-Ing. E.h.) an Professor Wolff findet statt am Freitag, 11. Juni, 15 Uhr, im Tulla-Hörsaal (Geb. 11.40, KIT Campus Süd).


Über Professor Dr.-Ing. Ingo Wolff

Ingo Wolff wurde am 27. September 1938 in Köslin (Pommern) geboren. Nach dem Abitur studierte er an der RWTH Aachen Elektrotechnik und schloss das Studium 1964 mit dem Diplom ab. Anschließend wurde er Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Hochfrequenztechnik der RWTH, an der er 1967 mit einer Dissertation Über die Anwendung dynamischer Schwingungstypen zur Materialuntersuchung von Ferriten im Millimeterwellengebiet promovierte. Im Rahmen eines Stipendiums der DFG verfasste er die Schrift Über Felder und Wellen in gyrotropen Mikrowellenstrukturen, mit der er sich 1970, ebenfalls an der RWTH, habilitierte.

Zwischen 1970 und 1974 war Wolff Dozent für Hochfrequenztechnik an der RWTH, die ihn 1973 zum außerplanmäßigen Professor ernannte. 1974 folgte er einem Ruf auf die Stelle eines ordentlichen Professors für Allgemeine und Theoretische Elektrotechnik an der Universität – Gesamthochschule Duisburg, auf der er anschließend bis zu seiner Emeritierung 2003 forschte und lehrte. Von 1999 bis zu seiner Emeritierung war er Rektor der Gerhard-Mercator Universität Duisburg und trug wesentlich zur Fusion der Universitäten Duisburg und Essenzur Universität Duisburg-Essen zum 1. Januar 2003 bei.

Wolff hat bis heute acht Lehrbücher und 477 wissenschaftliche Beiträge in international anerkannten Zeitschriften sowie auf Tagungen veröffentlicht. Die hierbei berührten Arbeitsgebiete lassen sich grob in die Kategorien Elektromagnetische Feldtheorie für die Kommunikationstechnik, Bauelemente und Komponenten, Kommunikations-Schaltungen und -Systeme sowie Messtechnik einordnen. Unter seiner Anleitung wurden in Duisburg 42 Dissertationen verfasst. Mehrere seiner ehemaligen Mitarbeiter haben heute Lehrstühle an Universitäten inne.


del, 08.06.2010