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KIT-Forschung an Bord: Schifffahrt der Nobelpreisträgertagung

Auf der Forschungsausstellung der Lindauer Nobelpreisträgertagungsschifffahrt zeigten Wissenschaftler des KIT Spitzenforschung aus Karlsruhe.
Ablegen zur Nobelpreisträgerschifffahrt. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Ablegen zur Nobelpreisträgerschifffahrt. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Professor Thomas Kolb und Ulrich Steinbach (Bild: Privat/KIT)
Professor Thomas Kolb (li.) vom KIT und Ulrich Steinbach, Amtschef des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Baden-Württemberg an Bord der MS „Sonnenkönigin“. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Auf den Decks wurde neueste Forschung gezeigt. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)
Auf den Decks wurde neueste Forschung gezeigt. (Bild: Staatsministerium Baden-Württemberg)

Auf einer Bodensee-Schifffahrt der 67. Lindauer Nobelpreisträgertagung präsentierten Professor Thomas Kolb vom Engler-Bunte-Institut (EBI) und Engelbert Redel vom Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG) den Teilnehmern Verfahren zur alternativen Energiewandlung und Speicherung sowie Grundlagenprozesse auf der Nano-Ebene.

Während der Schifffahrt von Lindau zur Insel Mainau am Freitag, den 30. Juni 2017, dem Abschlusstag der Veranstaltung, hatten 13 Nobelpreisträger sowie rund 420 Nachwuchswissenschaftler aus 78 Ländern Gelegenheit, sich über Forschungsprojekte im Bereich Chemie aus Baden-Württemberg informieren. Auf Einladung des Staatsministeriums zeigte Thomas Kolb Methoden zur alternativen Energiewandlung beziehungsweise Speicherung, darunter den vom Engler-Bunte Institut entwickelten Wabenreaktor zur Herstellung von Methan, mit dessen Hilfe sich Strom aus Wind und Sonne ins Erdgasnetz einspeisen und somit speichern lässt. Der Prozess wird zurzeit im EnergyLab des KIT im Pilotmaßstab in Betrieb genommen. Engelbert Redel, der eine unabhängige Nachwuchsgruppe am KIT leitet, präsentierte seine Forschungen zu Metall-Organischen Gerüstverbindungen (MOFs) auf Oberflächen, sogenannte neuartige hochporöse SURMOFs. Diese Gerüststrukturen sind derzeit eines der aktivsten Gebiete der Chemie mit zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten im Bereich der erneuerbaren Energien wie Wasserspaltung, Solarzellen oder Thermoelektrika. SURMOFs bieten noch sehr viel Potenzial etwa in der Entwicklung neuartiger „Energiewandelmaterialien“.

Zur hochkarätigen Tagung werden stets Nachwuchswissenschaftler eingeladen. Für das KIT an Bord waren Marie Di Pietro vom Institut für Biologische Grenzflächen 4 – Magnetische Resonanz und Frank Biedermann vom Institut für Nanotechnologie vertreten.

mex, 11.07.2017