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3D-Tintenkiller entwickelt

Ein Forscherteam am KIT hat ein Verfahren entwickelt, mit dem sich 3D-Tinte für den 3D-Druck durch direktes Laserschreiben wieder auflösen lässt. Die Veröffentlichung erfolgte als ‚Very Important Paper‘ im Fachjournal Angewandte Chemie.
3D-Tintenkiller (Bild: KIT)
Lasergeschriebene dreidimensionale Mikrostrukturen lassen sich nun schreiben, auflösen und neu schreiben (Bild: KIT)

Bereits heute ist 3D-Druck in vielen Fertigungsbereichen unverzichtbar, und seine Bedeutung nimmt zu. Im 3D-Druckverfahren durch Direktes Laserschreiben können Mikrometer-große Strukturen mit genau definierten Eigenschaften geschrieben werden. Forscher und Forscherinnen des KIT haben nun ein Verfahren entwickelt, durch das sich die 3D-Tinte für die Drucker wieder ‚wegwischen‘ lässt.

Am Institut für Technische Chemie und Polymerchemie des KIT ist es gelungen, eine Tinte mit einer reversiblen Bindungsverknüpfung zu entwickeln, deren Bausteine sich wieder voneinander trennen lassen. Das Gedruckte wird gelöscht, indem es in eine Lösungschemikalie getaucht wird. An der gelöschten Stelle können die bis zu hundert Nanometer kleinen Strukturen neu geschrieben werden.

Die Entwicklung eröffnet der 3D-Fertigungstechnik vielfältige neue Anwendungen, zum Beispiel in der Biologie oder Materialentwicklung. Mit löschbarer Tinte wird es beispielsweise möglich, beim dreidimensionalen Druck Stützkonstruktionen – ähnlich wie beim Brückenbau – herzustellen und sie im weiteren Fertigungsprozess wieder zu entfernen.

Das Verfahren entstand in Kooperation mit dem Institut für Angewandte Physik und dem Institut für Nanotechnologie am KIT, an denen hochspezialisierte 3D-Drucker für das Direkte Laserschreiben entstanden. Die Beteiligten stellen das Verfahren erstmals in der Fachzeitschrift Angewandte Chemie vor.

Ausführliche Informationen in der Presseinformation 050/2017.



afr, 25.04.2017