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House of Competence (HoC) findet Lösung für Engpass in der Fachbibliothek Chemie

Die Fakultät für Chemie und Biowissenschaften kürzt die Öffnungszeiten der Fachbibliothek, weil Mittel für studentische Hilfskräfte fehlen. Damit erntet sie Kritik der Studierenden. Mit dem Konzept des Lernlabors macht das HoC aus der Not eine Tugend.

Denn damit entsteht ein Angebot, das über die bisherige Nutzung des Lernraums Bibliothek hinausgeht. „Über diese Initiative des HoC freuen wir uns sehr“, sagte Dr. Elke Luise Barnstedt, KIT-Vizepräsidentin für Personal und Recht. Dennoch werden das KIT und seine Fakultäten sparen müssen – „auch dort, wo es wehtut“. Man werde nicht immer einen solchen Kompromiss finden können, KIT-Leitung und Studierende müssten dies gemeinsam bewältigen. Die Nutzung sowohl der Chemiebibliothek als auch des neuen HoC-Angebots werde man beobachten.

Protestaktionen wie diese könnten künftig nicht den gleichen Erfolg haben. Dabei gehe es auch darum, die Verhältnismäßigkeit im Blick zu behalten: Bei den im Fall der Chemiebibliothek geplanten Einsparungen ging es um rund 5000 Euro. Einsparungen wie diese würden nicht immer zu umgehen sein.

In den vergangenen Jahren hat das KIT gerade auch im Bereich der Lehre eine Reihe neuer Angebote aufgebaut. Dazu zählen insbesondere das HoC zur Vermittlung von Schlüsselqualifikationen sowie die 24-Stunden-Bibliothek: Diese ist rund um die Uhr zugänglich und sorgt auch bei dem häufig beklagten knappen Lernraum für deutliche Entlastung. Die Öffnungszeiten der Chemiebibliothek stammen noch aus der Zeit vor Start des 24-Stunden-Services.

Zwei studentische Hilfskräfte waren in der Bibliothek der Fakultät für Chemie und Biowissenschaften außerhalb der Kernzeiten, von montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr sowie am Samstagvormittag, eingesetzt, um die Öffnungszeiten entsprechend zu verlängern. Nach dem Ausscheiden wurden ihre Stellen nicht nachbesetzt. Studierende hatten mit einer Besetzung der Bibliothek gegen die Kürzung protestiert.

Übergangsweise, bis zum Jahresende, wird nun das HoC die Kosten für die studentischen Hilfskräfte der Chemiebibliothek übernehmen, die von der Fakultät nicht finanziert werden können. Diese werden nach dem HoC-Konzept zum Aufbau von Lernlaboren zu Lernberaterinnen und Lernberatern ausgebildet: Diese beaufsichtigen nicht nur die Bibliothek, sondern beraten Kommilitoninnen und Kommilitonen auch zu den Themen Lernstrategien, Umgang mit Stress, Selbstmanagement, Stärkung der Selbstlernkompetenzen und Umgang mit Prüfungsangst.

Die Fachschaft Chemie und Biowissenschaften hatte sich in einem Gespräch mit dem HoC und der Fakultätsleitung mit diesem Angebot einverstanden erklärt und die Besetzung der Bibliothek beendet.

le, 14.06.12