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Neues Graduiertenkolleg zu Hochtemperaturverbundwerkstoffen

DFG fördert neues Graduiertenkolleg am KIT für viereinhalb Jahre

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stärkt den wissenschaftlichen Nachwuchs am Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Wie sie heute bekannt gab, fördert sie ein gemeinsames Graduiertenkolleg zu Hochtemperaturverbundwerkstoffen der Partner KIT, TU Darmstadt und DECHEMA. Der Förderstart des auf viereinhalb Jahre angelegten Kollegs ist der 1. April 2020.

MatCom-ComMat

Neue Hochtemperaturwerkstoffe könnten eine revolutionäre Erhöhung der Betriebstemperaturen von Verbrennungsmaschinen und –prozessen erlauben und so Wirkungsgrade deutlich verbessern. Vielversprechende Kandidaten sind neuartige Verbundwerkstoffe aus Metalllegierungen mit einer nanopartikelhaltigen Beschichtung auf Basis von Silizium, Sauerstoff und Kohlenstoff. Im Verbund ergänzen sich die Eigenschaften dieser Werkstoffegruppen in synergetischer Weise. Stellt man zudem die thermischen Ausdehnungskoeffizienten perfekt ein, reduziert dies Spannungen bei Temperaturwechseln und wirkt so lebensdauerverlängernd. Sprecher der Graduiertenkollegs „MatCom-ComMat: Materials Compounds from Composite Materials“ ist Professor Martin Heilmaier vom Institut für Angewandte Materialien des KIT.

Während die metallischen Substratwerkstoffe am Karlsruher Institut für Technologie entwickelt werden, liegt der Schwerpunkt der TU Darmstadt auf der Seite der Beschichtungsmaterialien. In Kooperation mit der DECHEMA in Frankfurt am Main wird die Hochtemperaturkorrosion der Werkstoffverbunde unter realistischen Bedingungen, wie sie in Verbrennungsmotoren herrschen, untersucht. Das Graduiertenkolleg erarbeitetet Grundlagen für eine völlig neue Generation von Hochleistungswerkstoffen, die zukünftig den Kraftstoffverbrauch und die Abgase von Verbrennungsmaschinen reduzieren könnten.

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kes, 11.11.2019