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Wege zum 3,5-Prozent-Ziel: Hightech-Forum veröffentlicht erstes Impulspapier

Holger Hanselka ist Mitglied des Gremiums aus 20 Expertinnen und Experten, das die Bundesregierung zu Umsetzung und Weiterentwicklung der Hightech-Strategie 2025 berät

Nach seiner zweiten Sitzung im Bundesministerium für Bildung und Forschung gestern (5. Juni 2019) in Berlin hat das Hightech-Forum heute sein Impulspapier „Wege zum 3,5-Prozent-Ziel“ veröffentlicht. Darin stellt das Gremium Empfehlungen vor, wie Investitionen in Forschung und Entwicklung (FuE) angeregt werden können. Hintergrund ist das Ziel der Bundesregierung, den Anteil der FuE-Investitionen bis 2025 auf 3,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, das durch die Hightech-Strategie strategisch untermauert wird.

„Um Deutschlands herausgehobene Stellung als Innovationsstandort auszubauen, brauchen wir zukunftsweisende Ideen und die Fähigkeit, Forschungsergebnisse und neue Technologien rasch aufzugreifen und umzusetzen. Das gilt ganz besonders mit Blick auf die rasante Entwicklung digitaler Anwendungen und die Chancen der Künstlichen Intelligenz und des Maschinellen Lernens“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka, der Mitglied des Hightech-Forums ist. „Wesentliche Bausteine dafür sind der noch engere Austausch zwischen Wissenschaft und Wirtschaft sowie der intensive Dialog mit der Gesellschaft.“

Das Hightech-Forum habe sich unter anderem dafür ausgesprochen, Reallabore auszubauen, die steuerliche Forschungsförderung an den Bedürfnissen des Mittelstandes auszurichten und Impulse für die strategische Ausrichtung und europäische Integration der Forschungspolitik zu setzen. Zudem solle die Entwicklung neuer Technologien stärker von gesellschaftlichen Beteiligungsprozessen begleitet werden.

Das Hightech-Forum kommt in seinem Impulspapier zu dem Schluss, dass sich Deutschland im internationalen Wettbewerb nur mit einer gemeinsamen und abgestimmten europäischen FuE-Politik behaupten können wird. Hierzu sollten die Maßnahmen der Hightech-Strategie 2025 mit einer langfristig orientierten Industriestrategie und der Nachhaltigkeitsstrategie verzahnt werden.

Darüber hinaus spricht sich das Gremium dafür aus, die derzeitige Zusammenarbeit der Akteure aus der Forschung wie auch aus anderen gesellschaftlichen Bereichen weiterzuentwickeln und zu fördern. Um in immer kürzeren Zeiträumen und über wissenschaftliche Disziplingrenzen hinweg Neuerungen hervorzubringen, werden neue, agile Formate benötigt.

Das Hightech-Forum rät in seinem Impulspapier außerdem dazu, die Entwicklung neuer Technologien und Innovationen von vornherein und umfassend durch gesellschaftliche Beteiligungsprozesse zu begleiten. Dazu gehört auch ein kontinuierlicher Diskurs über den gesellschaftlichen Nutzen von Forschungsergebnissen. Dies schließt die Reflexion möglicher Chancen und Risiken der Anwendung der Forschungsergebnisse mit ein.

le, 24.06.2019