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Schnelles Internet im Flieger rückt näher

Forscher erzielen erstmals Datenübertragungsrate von acht Gigabit pro Sekunde zwischen Flugzeug und Boden.
Sender am Flügel des Flugzeugs. Eine kleine Parabolantenne sorgt für die korrekte Ausrichtung auf die Bodenstation. (Foto: R. Sommer/ Fraunhofer FHR)
Sender am Flügel des Flugzeugs. Eine kleine Parabolantenne sorgt für die korrekte Ausrichtung auf die Bodenstation. Foto: R. Sommer/ Fraunhofer FHR

Beim Flug in den Urlaub oder zum Businesstermin entspannt Filme und Musik streamen oder auf Geschäftsdaten in der Cloud zugreifen – davon träumen Passagiere genauso wie Fluggesellschaften. Bisher scheiterte schnelles Internet im Flieger an der zu geringen Leistungsfähigkeit der Datenverbindungen zwischen Flugzeug und Boden. Ein Forscherteam, an dem auch Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) beteiligt sind, hat jetzt erstmals zwischen einem Flugzeug und einer Bodenstation Signale mit einer Übertragungsrate von acht Gigabit pro Sekunde übermittelt.

Diese hohe Datenrate erreichten die Forscherinnen und Forscher, indem sie erstmals den Radiofrequenzbereich zwischen 71 und 76 Gigahertz für eine Luft-zu-Boden-Funkverbindung nutzten. In diesem Bereich sind zum einen große Bandbreiten zur Erzielung von Multi-Gigabit-Datenraten verfügbar, zum anderen ist dieses Frequenzband von den Behörden unlängst für solche Zwecke freigegeben worden. Somit könnten mit dieser Technik zukünftig sowohl Breitbandinternet und Video-on-Demand in Passagierflugzeugen zur Verfügung stehen. Oder es könnten auch hochauflösende Videos beziehungsweise Sensordaten von einem Flugzeug, einem Erderkundungssatelliten oder einer Drohne kontinuierlich und unkomprimiert zum Boden übertragen werden.

Vollständiger Text: Presseinformation 060/2018

 

mex, 11.05.2018