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Koordinatorin zur Integration von Flüchtlingen am KIT
Symbolbild bunte Hände

Flüchtlingskoordinatorin ist seit 1. März 2016 Daniela von Rüden. Sie ist zentrale Ansprechpartnerin zum Thema Flüchtlingsunterstützung und Flüchtlingsintegration am KIT.

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Information for Refugees: Videos in Arabic

Playlist with seven videos in Arabic on YouTube.

Flüchtlinge am Karlsruher Institut für Technologie

Das KIT unterstützt die Landeserstaufnahmestelle BW in Karlsruhe mit zwei Standorten - vor Ort helfen viele Ehrenamtliche. Außerdem soll ein Stipendiaten- und Gasthörerprogramm den Flüchtlingen den Zugang zur Universität ermöglichen.

Das KIT unterstützt die Landeserstaufnahmestelle Baden-Württemberg in Karlsruhe, indem es an zwei seiner Standorte Flächen und Räume zur Verfügung stellt. Zum einen am KIT-Campus Ost, hier hat das Regierungspräsidium Zeltunterkünfte für durchschnittlich 700 Flüchtlinge eingerichtet. Außerdem wird ein Gebäude am KIT-Campus Nord für aktuell rund 600 Flüchtlinge vom Regierungspräsidium genutzt.

Das KIT unterstützte das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst bei der Einrichtung eines Stipendiatenprogramms, das 50 syrischen Flüchtlingen die Fortsetzung oder Aufnahme ihres Studiums ermöglicht. Rund zehn der Stipendiaten möchten am KIT studieren und nehmen derzeit an Vorkursen des MINT-Kollegs in Mathematik, Informatik, Chemie und Physik teil. Deutschkurse werden für sie ab Oktober am Studienkolleg angeboten. 

Das KIT hat sein Gasthörerprogramm für Flüchtlinge geöffnet und bietet zusammen mit den Studierendenvertretern des AStA unterstützende Veranstaltungen und Beratungen an. Flüchtlinge sollen als Gasthörer relativ früh in das Uni-Leben einsteigen, indem sie Vorlesungen besuchen und andere Studierende kennen lernen. Dadurch unterstützt das KIT jene, die sich später weiterbilden, ihr Studium noch abschließen wollen oder sich weiter qualifizieren und orientieren möchten. Die hier für Gasthörer enstehenden Gebühren trägt das KIT.

Über das Beratungsangebot, Vorbereitungsmöglichkeiten und den Ablauf der Studienbewerbung für Flüchtlinge informiert eine Internetseite der Dienstleistungseinheit Studium und Lehre (SLE). Über den Regelzugang zum Studieren am KIT für ausländische Bewerber informiert das International Students Office.

 
Auch das ehrenamtliche Engagement unter den Mitarbeitern und Studierenden ist groß. Bislang bringen sich mehrere hundert Ehrenamtliche in die Initiative "Flüchtlingshilfe am KIT" ein. Sie haben es sich zum Ziel gesetzt, die Verhältnisse vor Ort zu verbessern. Unter anderem haben die Ehrenamtlichen eine Teestube, eine Bastelstunde, eine Kleiderkammer und vieles mehr organisiert.

Eine Initiative von Beschäftigten, unterstützt vom Institut für Angewandte Informatik und Formale Beschreibungsverfahren (AIFB) am KIT sowie dem Verein Angewandte Informatik Karlsruhe e.V. (AIK), bietet für Flüchtlinge einen kostenlosen Kurs zu Grundlagen in Informatik und Java-Programmierung an. "Programming for Refugees in Karlsruhe" soll den Teilnehmern nicht nur Fachwissen vermitteln, sondern auch Kontakt zu Einheimischen ermöglichen, die als "Buddy" am Kurs teilnehmen können.

Die Studierenden der Hochschulgruppe Enactus am KIT engagieren sich in verschiedenen Projekten für Flüchtlinge. Beispielsweise bieten sie Sprachkurse an und organisieren Fußballspiele. In dem Bildband "Flüchtlingszeit", der
im November erscheinen soll, wollen sie gemeinsam mit den Flüchtlingen deren Geschichten in Text und Bild erzählen.

Das International Scholars and Welcome Office des KIT hat auf seiner Webseite unter "General Information" eine Unterseite "Threatened Researchers" mit Informationen für gefährdete Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eingerichtet.

Die Helmholtz-Gemeinschaft und die Bundesagentur für Arbeit haben eine gemeinsame Initiative gestartet, um Flüchtlingen den Einstieg in eine wissenschaftliche oder wissenschaftsnahe Beschäftigung zu erleichtern. Mittelfristig sollen mit der Initiative 10 bis 20 Menschen pro Helmholtz-Zentrum integriert werden. Die Helmholtz-Gemeinschaft stellt für diese Aufgabe insgesamt 1 Million Euro bereit. Zusätzlich beteiligen sich die jeweiligen Zentren insgesamt mit einer Summe in ähnlicher Höhe. Die restlichen Kosten übernimmt die Bundesagentur für Arbeit.

Tandemprogramm für Geflüchtete mit akademischem Hintergrund:
Das Institut für Germanistik: Literatur, Sprache, Medien am KIT baut derzeit ein Tandemprogramm zwischen Karlsruher Wissenschaftlern/Studierenden und Geflüchteten, die bereits in ihrem Heimatland im akademischen Umfeld tätig waren, auf. Es geht darum, Tandems aus je einem Studierenden und einem Geflüchteten zu bilden, bei denen im interkulturellen Austausch die Sprachkompetenzen der Geflüchteten verbessert werden, aber auch längerfristige Begegnungen mit Einheimischen ermöglicht werden. Ansprechpartnerinnen für dieses Projekt sind Marie-Hélène Adam oder Dr. Monika Hanauska vom Arbeitskreis „Engagement für Flüchtlinge“ am KIT.


Das Programm KIT-Studienbotschafter unterstützt die Studien- und Berufsorientierung der Flüchtlinge in der Region Karlsruhe. Studierende des KIT besuchen auf Einladung Übergangswohnheime / Flüchtlingsinitiativen in der Region Karlsruhe und informieren in den Landesprachen Arabisch, Amharisch, Englisch, Französisch, Paschto, Panjabi, Urdu oder Tigrinya. KIT-Studienbotschafter sind Studierende des Karlsruher Instituts für Technologie. Sie haben einen unterschiedlichen fachlichen Hintergrund. Die Kosten für das Programm werden aus Mitteln des DAAD getragen – für die Einrichtungen entstehen keine Kosten und Verpflichtungen.


[Anm. d. Red.: Beim Start neuer Projekte oder Initiativen bittet die Redaktion um einen kurzen Hinweis per E-Mail.]


PKM, 02.10.2015 (zuletzt aktualisiert: 24.05.2016)