Presseinformation 081/2026

KIT nimmt Hochleistungsrechner HoreKa 2 in Betrieb

Neuer 17-Millionen-Euro-Supercomputer für Forschung zu Klima, Gesundheit, Materialien und Künstlicher Intelligenz
Gemeinsame Einweihung des neuen Hochleistungsrechners HoreKa 2
Gemeinsame Einweihung des neuen Hochleistungsrechners HoreKa 2 (Foto: Cynthia Ruf, KIT) Ausführliche Bildunterschrift am Textende

Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) hat den Hochleistungsrechner HoreKa 2 in Betrieb genommen. Das neue System unterstützt Forschende dabei, komplexe wissenschaftliche Fragestellungen etwa zu Klima, neuen Materialien, Teilchenphysik, Energie und Mobilität sowie KI-Forschung schneller zu bearbeiten. Dafür vereint es leistungsstarkes Hochleistungsrechnen und moderne KI-Technologien. Die Gesamtkosten der Anlage belaufen sich auf 17 Millionen Euro. 

Den Supercomputer haben Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft, Politik und Wirtschaft am KIT-Campus Nord heute, Freitag, 25. September 2026, in einer Feierstunde gemeinsam in Betrieb genommen.

Neue Rechenpower für Forschung und Innovation

Moderne Forschung stellt Fragen, die sich ohne Hochleistungsrechnen nicht mehr beantworten lassen. Ob präzisere Klimamodelle, die Entwicklung neuer Werkstoffe, nachhaltige Technologien oder Anwendungen der nächsten Generation Künstlicher Intelligenz (KI): Für diese Aufgaben müssen große Datenmengen verarbeitet und hochkomplexe Simulationen durchgeführt werden. HoreKa 2 schafft die Voraussetzungen dafür.

Mit mehr als 42 000 Prozessorkernen, 300 KI-Beschleunigern und einer geplanten Spitzenleistung von rund 33 PetaFLOPS ermöglicht HoreKa 2 Berechnungen, die auf herkömmlichen Computersystemen Monate oder Jahre dauern würden. Das KIT stärkt damit seine Forschungsinfrastruktur, aber auch Forschende aus ganz Deutschland können das System nutzen.

„Wer bei Forschung und Innovation vorne bleiben will, braucht auch die beste Rechenleistung. Mit dem neuen Supercomputer HoreKa 2 am KIT bringen wir die nächste Generation des supereffizienten Hochleistungsrechnens an den Start. Das KIT ist als eines von neun bundesweiten Zentren des Nationalen Hochleistungsrechnens (NHR) ein wichtiger Partner und trägt mit seiner Kompetenz zur nationalen und europäischen digitalen Souveränität bei“, sagte Baden-Württembergs Wissenschaftsministerin Petra Olschowski.

„HoreKa 2 stärkt die digitale Leistungsfähigkeit des KIT und verbindet Spitzenforschung mit einem konsequenten Fokus auf Nachhaltigkeit. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um datenintensive Forschung und moderne KI-Anwendungen energieeffizient und nachhaltig zu betreiben“, sagt Professorin Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung und Nachhaltigkeit des KIT. 

Bild des neuen Hochleistungsrechners
Mit rund 33 PetaFLOPS ermöglicht der neue Hochleistungsrechner HoreKa 2
Berechnungen, die auf herkömmlichen Computersystemen Monate oder Jahre
dauern würden. (Foto: Markus Breig, KIT)

Hochleistungsrechner für Forschung aller Fachrichtungen

„Von dem neuen System profitieren Forschende aus nahezu allen Fachgebieten“, sagt Professor Martin Frank, Mitglied des Direktoriums des Scientific Computing Center (SCC) des KIT. „Mit dem neuen System verdoppeln wir die Rechenleistung für Simulationen und KI-Anwendungen.“

Neben den Schwerpunkten Erdsystemwissenschaften, Ingenieurwesen, Materialwissenschaften und Teilchenphysik stehen die Rechenkapazitäten auch zahlreichen weiteren Disziplinen zur Verfügung. Die integrierten Grafikprozessoren sind speziell für KI-Anwendungen ausgelegt, die inzwischen in fast allen Bereichen der Wissenschaft zum Einsatz kommen. 

Nachhaltiges Hochleistungsrechnen

Bei der Entwicklung und Beschaffung standen Leistungsfähigkeit und Energieeffizienz gleichermaßen im Fokus. HoreKa 2 zählt zu den energieeffizientesten Hochleistungsrechnern seiner Leistungsklasse weltweit. Zur Kühlung nutzt das System Heißwasser, wodurch eine besonders energieeffiziente Betriebsweise und eine ganzjährige freie Rückkühlung möglich sind. Die Stromversorgung am Campus Nord des KIT erfolgt zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien. Zusätzlich leisten die Kraft-Wärme-Kopplungs- und Photovoltaikanlagen einen Beitrag zur nachhaltigen Energieversorgung.

 

Ausführliche Bildunterschrift: Zu sehen sind (v.l.n.r.): Pascal Friederich, Professor am KIT, Oliver Rootsey, General Manager von Lenovo für Deutschland und Österreich, Kora Kristof, Vizepräsidentin Digitalisierung und Nachhaltigkeit des KIT, Petra Olschowski, Wissenschaftsministerin von Baden-Württemberg und Martin Frank, Direktor des Scientific Computing Center des KIT. (Foto: Cynthia Ruf, KIT)

 

mex, 25.09.2026
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