Stadtforschung: Karlsruhe und KIT wollen enger zusammenarbeiten
Um Städte in Krisenzeiten resilienter und nachhaltiger zu machen, müssen Wissenschaft, Verwaltung und Gesellschaft noch enger kooperieren. Genau dies haben sich das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und die Stadt Karlsruhe vorgenommen. Anfang Mai unterzeichneten der Präsident des KIT, Professor Jan S. Hesthaven, und der Karlsruher Oberbürgermeister, Dr. Frank Mentrup, ein entsprechendes Memorandum of Understanding (MoU).
Kernpunkte der geplanten Kooperation sind unter anderem die Umsetzung gemeinsamer Reallabore im urbanen Raum, die Schaffung neuer Austauschformate und die Integration städtischer Herausforderungen in praxisnahe Lehr- und Lernformate. Beide Seiten wollen zudem den Austausch von Daten fördern, etwa um evidenzbasierte Entscheidungen auf kommunaler Ebene zu unterstützen.
Neue Infrastruktur für transdisziplinäre Projekte
Die Unterzeichnung des MoU fand in der neuen, unweit des Karlsruher Kronenplatzes gelegenen Infrastruktur KIT spark statt – einer gemeinsamen Initiative der Institute für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) und für Wirtschaftsinformatik des KIT sowie des KIT-Zentrums Mensch und Technik. Ab Sommer 2026 können dort Forschende und außerwissenschaftliche Akteurinnen und Akteure gemeinsam transdisziplinäre Projekte vorantreiben, von Modellierungen über Citizen-Science Projekte bis hin zu Realexperimenten für die resiliente Stadt von morgen. Anlässlich der Unterzeichnung des MoU präsentierte spark-Mitinitiator Daniel Lang vom ITAS die Einbettung der gemeinsamen Aktivitäten in die Programmorientierte Forschung der Helmholtz-Gemeinschaft.
jm, 19.05.2026

