Karlsruher Institut für Technologie

Kompetenzbereich "Technik, Kultur und Gesellschaft" [Archiv]

Informationen zum bisherigen Kompetenznetzwerk 2007-2016
TCS  

Der Kompetenzbereich "Technik, Kultur und Gesellschaft" widmet sich dem komplexen Zusammenspiel zwischen individuellen und gesellschaftlichen Vorgängen, den Formen von Wissensproduktion und -diffusion sowie der Entstehung, der Nutzung und den Folgen neuer Technologie. Er erforscht die Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Technik einerseits und Individuum, Kultur und Gesellschaft andererseits.

Dabei ist er in drei Kompetenzfelder gegliedert:  

Beschreibung der Kompetenzfelder

 

Kompetenzfeld "Kulturerbe und sozialer Wandel"

Das Kompetenzfeld beschäftigt sich mit materiellen und ideellen Aspekten des Kulturerbes und der Herausbildung moderner Identitäten. Die großen Forschungslinien umfassen die Dialektik der historischen europäischen Denkschulen, Ideengebäude und ästhetischen Ansprüche in Bezug auf Globalisierung, technische Entwicklung und gesellschaftlichen Wandel. Das Kompetenzfeld enthält sowohl interdisziplinäre Aspekte wie Architekturtheorie und Kunst- und Baugeschichte sowie disziplinäre Forschung auf den Gebieten Renovierung und Sanierung. In Bezug auf Wissenschafts- und Technikgeschichte konzentriert sich das Kompetenzfeld auf die Erforschung von ethischen, beruflichen und kulturellen Entwicklungen und dialektischen Prozesse von Bewahrung und Wandel. Multidisziplinäre Forschungsarbeiten haben das Wechselspiel zwischen dem Kulturerbe, der kulturellen Vielfalt und der Bereitschaft zum Wandel, der Bildung moderner Identitäten und Konzeptionen zur sozialen Verantwortung im Fokus.

 

 

Kompetenzfeld "Wirtschaftsorganisation und Innovation"

Dieses Kompetenzfeld entwickelt Methoden, Modelle und Werkzeuge, um die Interaktionen von Unternehmen in den Netzwerkökonomien zu analysieren und zu verbessern, wettbewerbsfähige Strategien zu entwerfen und Innovationen aus der Forschung in die wirtschaftliche Anwendung zu bringen, wie dies eine der großen Aufgaben des KIT neben Forschung und Lehre ist. Zentral für das Kompetenzfeld ist es, das Verhalten von Beschäftigten und Konsumenten, die Absichten der Hersteller wie auch die finanziellen Aspekte von Unternehmungen und ihre Risiken zu verstehen. Hierzu gehört es auch, rechtliche Rahmenbedingungen zu reflektieren, welche Produktions- und Dienstleistungssektoren optimieren können. Formen der Mitwirkung von Nutzern bei Innovationsprozessen und nachhaltige Verwendungsweisen knapper Ressourcen werden erforscht. Dabei sind Betriebswirtschaftslehre, Volkswirtschaftslehre, Operations Research, Rechtswissenschaften, Soziologie, die politischen und Kulturwissenschaften und die angewandte Informatik themenbezogen integriert.

 

 

Kompetenzfeld "Wechselwirkung von Wissenschaft, Technik und Gesellschaft"

Das Kompetenzfeld widmet sich den Wechselwirkungen zwischen Wissenschaft und Technik auf der einen und der Gesellschaft auf der anderen Seite. Einerseits geht es um den Einfluss der gesellschaftlichen Herausforderungen, um Trends und Bedürfnisse für die Ausgestaltung der wissenschaftlichen und technischen Forschung, andererseits um die gesellschaftlichen Konsequenzen und Auswirkungen von Wissenschaft und Technik. Hier arbeiten Jurisprudenz, Sozial– und Geisteswissenschaften zusammen und bilden zum Teil eigene interdisziplinäre Forschungsfelder wie z.B. die Technikfolgenabschätzung, die Systemanalyse, die Lebenszyklusanalyse und die Risikoforschung. Das Kompetenzfeld stellt Wissen über die komplexen Beziehungen zwischen Wissenschaft, Technik und Gesellschaft in vielen Technik und Anwendungsfeldern bereit. Dieses Wissen wird – im Sinne von Gesellschafts- und Politikberatung – genutzt, um verantwortbare und wissensbasierte Entscheidungsprozesse in Wissenschaft, Wirtschaft, Politik und Öffentlichkeit zu unterstützen.