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Ideen für die Energie der Zukunft

Bei der Abschlussveranstaltung zum Konstruktionswettbewerb der KIT-Hochschulgruppe reech präsentierten sieben Teams ihre Konzepte für Mini-Solarkraftwerke.

Ein Sommersemester Zeit, um ein Konzept für den Bau eines Mini-Solarkraftwerks zu entwickeln, das auf maximal zehn Quadratmetern Platz findet – das waren die Rahmenbedingungen, denen sich Studierende unterschiedlicher Fachrichtungen am KIT bei einem Konstruktionswettbewerb der Hochschulgruppe reech (renewable energy challenge) stellen mussten. Ihre Konzepte stellten die sieben Teams nun bei der Abschlussveranstaltung des Konstruktionswettbewerbs vor. Die Jury – Professor Thomas Wetzel, Professor Robert Stieglitz und Professor Michael Powalla vom KIT, Dr. Max Mertins von Novatec Solar und Dr. Reiner Buck vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt – wählten drei Konzepte aus, welche die Studierenden im Realisierungswettbewerb im Wintersemester umsetzen werden: „Uns ist die Wahl sehr schwer gefallen, denn jedes einzelne Konzept hat uns durch innovative Ansätze begeistert“; sagte Professor Thomas Wetzel.

Die Teams Burning Ants, GreenAirEnergy und Solenik überzeugten die Jury: Sie erhielten ein Preisgeld von jeweils 300 Euro und dürfen die Konzepte im zweiten Teil des Wettbewerbs umsetzen. Die Gruppe Burning Ants überzeugte mit dem Einsatz einer besonders leichten und kompakten Fresnel-Linse und einem Stirlingmotor (ein Heißgasmotor), der Wärmeenergie in mechanische Energie umsetzt. Günstige Strompreise ermöglicht unter an-derem der Ansatz des Teams GreenAirEnergy durch Hebelmechanik in Kombination mit einem Stirlingmotor. Das Konzept des Solenik-Teams sieht eine Konstruktion aus Fresnel-Linsen, acht Spiegeln sowie einem Stirlingmotor vor.

Den Innovationspreis in Höhe von 100 Euro erhielt das Team Raymen für ihre Idee, den Kraftwerksprototyp mit zwei Spiegeln und einem mehrstufigen Druckspeichersystem zu realisieren. Durch die Energieerzeugung mittels Druckluft könne die Energiewandlungskette auf kostengünstigem Weg realisiert werden, so das Raymen-Team.

„Das reech-Team hat einen tollen Wettbewerb organisiert, bei dem Studierende in Teamarbeit ihr theoretisches Wissen anwenden und kreative Problemlösungen entwickeln“; sagte Dr. Karl-Friedrich Ziegahn, Programmleiter Erneuerbare Energien am KIT.

Im vergangenen Jahr gründeten Studierende der Fachrichtungen Maschinenbau, Chemie- und Wirtschaftsingenieurwesen die Hochschulgruppe reech – renewable energy challenge e. V. Ihr Ziel ist es, den Wettbewerb künftig auch auf Bundesebene durchzuführen.

sk, 24.7.2012