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Open Codes: Leben in digitalen Welten

KIT unterstützt Ausstellung am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien / Podiumsdiskussion "Digitale Souveränität" am 2. November
Bunte Codezeilen auf einem Bildschirm und eine offene Hand, die sich ihnen nähert
Die Ausstellung "Open Codes: Leben in digitalen Welten" ist bis zum 05.08.2018 im ZKN zu sehen (Foto: Felix Grünschloß/ZKM)

Durch die Digitalisierung wird unser Leben immer mehr von digitalen Codes bestimmt: Sie stecken in Suchmaschinen, Wettervorhersagen oder Klimamodellen, sie machen die moderne Medikamentenentwicklung, digitale Fotografie, Filmtricks oder auch Fotografien von fernen Planeten möglich. Die Ausstellung „Open Codes: Leben in digitalen Welten“ am ZKM | Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe präsentiert bis zum 05.08.2018 Kunstwerke und wissenschaftliche Arbeiten, die sowohl auf analogen wie auch auf digitalen Codes basieren. Das KIT ist an verschiedenen Elementen der Ausstellung beteiligt.

Professor Jörn Müller-Quade vom Institut für Theoretische Informatik (ITI) des KIT präsentiert sein Werk „Code beautiful like a clock“, das die Arbeitsweise von Computerprogrammen ästhetisch erfahrbar machen soll. Das Exponat ist eine Art „digitaler Triptychon“: Links befindet sich der Programmcode, wobei der momentan ausgeführte Befehl hervorgehoben wird. In der Mitte wird die Ausführung der Codezeile im Prozessor dargestellt und rechts werden die Ergebnisse visualisiert. Da die Verarbeitungsgeschwindigkeit über einen Drehregler verlangsamt werden kann, wird mit dieser Installation die sonst unsichtbare Wirkungsweise von Code wie in einem mechanischen Uhrwerk erfahrbar.

Die Installation „OpinionMap: What Should One Eat?“ visualisiert die Meinungsvielfalt zu Thema menschlicher Ernährung auf einer interaktiven Karte. Unterschiedliche Positionen sind dabei als „Länder“ wie „Vegetaristan“ dargestellt und werden so in ihren Proportionen und Relationen sichtbar. Die Zuschauer können mit der Karte interagieren und sich auch selbst verorten, indem sie an einer kurzen Umfrage teilnehmen. Erstellt wurde die Installation von dem interdisziplinären Projekt OpMAP, das gemeinsam vom Institut für Theoretische Informatik und dem Institut für Technikzukünfte des KIT durchgeführt wird und sich mit der Implementierung von algorithmischen Methoden zur Analyse und Darstellung komplexer Debatten und Meinungslandschaften beschäftigt.

Öffentliche Konferenz und Podiumsdiskussion „Digitale Souveränität“

Im Rahmen der Ausstellung findet am Donnerstag, 2. November, im ZKM ab 10.30 Uhr zudem eine öffentliche Konferenz mit Podiumsdiskussion zum Thema „Digitale Souveränität“ statt. Dabei diskutieren hochrangige Vertreterinnen und Vertreter von Wissenschaft, Wirtschaft und Politik über die Sensibilität digitaler Spuren in der heutigen Gesellschaft.

Die Digitalisierung ist in den letzten Jahren immer weiter fortgeschritten und berührt beinahe alle Aspekte unseres Lebens - sei es die Kommunikation über Internet und Smartphones bis hin zur Steuerung unseres Stromnetzes. Die meisten Geräte lassen sich dabei allerdings nicht nachvollziehbar kontrollieren; man kann nie ausschließen, dass jemand - beispielsweise unter Ausnutzung von Hintertüren - mitliest oder gar folgenschwere Manipluationen vornimmt. Die Konferenz „Digitale Souveränität" widmet sich genau diesem Thema. Wie kann man sich eine vertrauenswürdige Infrastruktur vorstellen? Welche Aufgaben fallen auf die Politik, welche auf Forschung, Hersteller, Betreiber und Endnutzer?

Das KIT ist dabei mit Prof. Dr. Michael Decker, Leiter des Bereichs Information, Wirtschaft und Gesellschaft“, Prof. Dr.-Ing. habil. Jürgen Beyerer, geschäftsführender Leiter am Fraunhofer IOSB, Prof. Dr. Jörn Müller-Quade, Gründer und Sprecher des Kompetenzzentrums KASTEL sowie Prof. Dr. Ralf Reussner, Direktor am FZI Forschungszentrum Informatik am KIT prominent vertreten.

Der Eintritt ist frei, um eine Anmeldung unter anmeldung∂zkm.de wird gebeten. Im Rahmen der Konferenz besteht die Möglichkeit, an einer Führung durch die Ausstellung „Open Codes“ teilzunehmen. 


kes / del / mhe, 23.10.2017