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Strategic Energy Technology-Plan Conference: Europäische Zusammenarbeit in der Energieforschung zahlt sich aus

Europäisches Energieforschungsbündnis (EERA) zieht auf SET-Plan-Konferenz positive Zwischenbilanz.

Energieforschungsorganisationen in Europa können durch Zusammenarbeit die Entwicklung kohlenstoffarmer Technologien vorantreiben. Die Organisationen haben sich zum Europäischen Energieforschungsbündnis (EERA) zusammengeschlossen um ihre Aktivitäten in gemeinsamen Forschungsprogrammen zu koordinieren. So kann die unnötige Überschneidung von Forschungsaktivitäten in Europa vermieden werden, damit die hoch gesteckten Klima- und Energieziele effizienter und effektiver erreicht werden können. Innerhalb des EERA arbeiten mittlerweile mehr als 2000 Forscher aus über 150 Organisationen und Institutionen mit einem Investitionsvolumen von über 200 Millionen Euro.

Sonnenwärme speichern
Die ersten Pläne von EERA bringen nun Ergebnisse hervor. So soll in einem bald anlaufenden Projekt ein System entwickelt werden, in dem die tagsüber aus Solarenergie gewonnene Wärme in Flüssigsalz-Tanks gespeichert wird, damit diese nachts genutzt werden kann.

Intelligentere Stromnetze schaffen
In einem weiteren Programm erforscht EERA, wie Stromnetze verbessert werden können, um die schwankende Einspeisung aus Quellen wie z. B. Wind- und Solaranlagen besser aufzufangen. Forschungsergebnisse zu diesem Thema sind bereits innerhalb des gesamten Bündnisses zusammengetragen und in Berichten zusammengefasst worden, so dass alle Teilnehmer ohne doppelte Arbeit voneinander profitieren können.

Eine wachsende Allianz
EERA hat unlängst sechs neue gemeinsame Forschungsprogramme mit den Themen Konzentrierte Solarenergie, Meeresenergie, Brennstoffzellen und Wasserstoff, Intelligente Städte, Energiespeicherung, und Fortgeschrittene Werkstoffe und Prozesse für Energieanwendungen auf den Weg gebracht. Die neu bewilligten Programme ergänzen die sieben bereits bestehenden gemeinsamen Forschungsprogramme. Damit decken die EERA-Programme alle Themengebiete ab, die im von der Europäischen Union zur Beschleunigung der Entwicklung von Energietechnologien aufgestellten Europäischen Strategieplan für Energietechnologie(SET-Plan) als Schwerpunkte definiert wurden.

„Visionen ohne Mittel bleiben auf ewig Visionen“
Die sechs neuen Programme wurden offiziell auf der SET-Plan-Konferenz in Warschau am 28. November gestartet, wo der Präsident des Europäischen Parlaments Jerzy Buzek die Dringlichkeit von Energie und Klimaproblemen betonte, und zu vermehrten Investitionen im Bereich der Energieforschung aufrief, da „Visionen ohne Mittel auf ewig Visionen bleiben werden“.

Die Konferenzteilnehmer bewerteten die vom EERA bisher erreichten Ergebnisse positiv. In den Worten von Raffaele Liberali, Leiter der Energieabteilung der Generaldirektion für Forschung der Europäischen Kommission, ist „EERA (heute) eine Erfolgsgeschichte“.

Weitere Informationen im Internet.


del, 06.12.2011