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bioliq® feiert Richtfest für die komplette Prozesskette

Am 18. Mai konnte bioliq® am KIT das langersehnte Richtfest zur Fertigstellung von Rohbau und Stahlkonstruktion sowie zur Ausstattung der Anlagen mit ihren Hauptkomponenten feiern.
Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im BMELV, Professor Eckhard Dinjus, Leiter des Instituts für Katalyseforschung und -Technologie (KIT), Dr. Peter Fritz, Vizepräsident für Forschung und Innovation
Peter Bleser, Parlamentarischer Staatssekretär im BMELV, Prof. Eckhard Dinjus, Leiter IKFT, KIT-Vizepräsident Dr. Peter Fritz (Foto: Markus Breig, KIT)
Dr. Peter Fritz, Peter Bleser, Prof. Dr.-Ing. Helmut Seifert, Institut für Technische Chemie - Bereich Thermische Abfallbehandlung (KIT); Professor Eckhard Dinjus, Leiter des Instituts für Katalyseforschung und -Technologie (KIT)
Dr. Fritz, Peter Bleser, Prof. Helmut Seifert, Institut für Technische Chemie - Bereich Thermische Abfallbehandlung, Prof. Dinjus (Foto: Markus Breig, KIT)
Richtspruch wird vorgelesen von Baustellenleiter der Firma Lurgi GmbH Herrn Pörschke
Der Baustellenleiter der Lurgi GmbH verliest den Richtspruch (Foto: Markus Breig, KIT)
Peter Bleser, Dr. Peter Fritz, Prof. Eckhard Dinjus und Prof. Helmut Seifert
Staatsekretär Bleser, Dr. Fritz, Prof. Dinjus, Prof. Seifert (Foto: Markus Breig, KIT)

Der Ausbau der weiteren bioliq®-Verfahrensstufen II bis IV ist für das bioliq®-Team ein großer Schritt auf der Zielgeraden in Richtung Endprodukt, der Synthese zum BTL-Kraftstoff. Die Erzeugung von BTL-Kraftstoffen via Dimethylethersynthese steht am Ende einer integrativen Prozesskette, die sich aus den Verfahrensschritten der Schnellpyrolyse, Flugstromvergasung, Heißgasreinigung und anschließender Kraftstoff-Synthese zusammensetzt. Ausgangsstoff des Karlsruher bioliq®-Verfahrens ist dabei stets trockene Restbiomasse, die als erneuerbare Kohlenstoffressource effizient genutzt werden kann.

Der prominenteste Gast des Richtfests war Peter Bleser, neuer Parlamentarischer Staatssekretär des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Beeindruckt von der Leistung des bioliq®-Projekts am KIT und der beteiligten Industriepartner, überraschte Bleser das KIT am Richtfest mit einem zusätzlichen Förderbeitrag für die neue BTL-Technologie.

"In das hier entwickelte bioliq®-Konzept setzt die Bundesregierung große Hoffnungen", so Bleser, "denn BTL-Kraftstoffe können einen wesentlichen Beitrag zu dem von der Bundesregierung angestrebten Umbau der Energieversorgung leisten." Er appellierte auch an die Industrie, sich stärker an der Entwicklung von BTL-Technologien wie bioliq® zu engagieren.

Die Organisatoren des Richtfests fanden mit dem Programm großen Anklang bei allen Beteiligten und Gästen. Das Fest startete mit einer Führung für Peter Bleser und geladene Medienvertreter durch die bioliq®-Anlage und mündete in eine offizielle Begrüßung aller Gäste durch den Vizepräsidenten für Forschung und Innovation des KIT, Dr. Peter Fritz, und eine Ansprache des Staatssekretärs.

Anschließend folgte ein Vortrag über Einführung, Stand und weitere Entwicklung zum bioliq®-Prozess von Professor Eckhard Dinjus, Leiter des Instituts für Katalyseforschung und -technologie (IKFT) am KIT, sowie Statements der beteiligten Kooperationspartner Lurgi GmbH, MUT GmbH und CAC GmbH.

Der mit großer Spannung erwartete Richtspruch rundete das Programm ab und sorgte bei den Anwesenden für Heiterkeit: Der traditionellerweise von Zimmerleuten vorzutragende Richtspruch mit Einschlagen des "letzten Nagels" wurde bei diesem Richtfest von einem Ingenieur vorgetragen, der mit einem Hammer die Stahlkonstruktion zum Klingen brachte. Beim anschließenden Empfang konnten die Gäste ihren Hunger bei einem zünftigen Buffet und Erfrischungen stillen.

Der Bau der Pilotanlage in Karlsruhe wird seit 2005 vom BMELV über seinen Projektträger, die Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR), mit insgesamt knapp 25 Millionen Euro unterstützt. Die Mittel stammen aus dem Förderprogramm "Nachwachsende Rohstoffe" und dem Konjunkturpaket II. Weitere Fördermittel stammen von der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung, und dem Land Baden-Württemberg. Der Pilotbetrieb soll ab 2012 starten.


Siehe auch Presseinformation 080/2011: "Designerkraftstoff aus Stroh"

Weitere Informationen zu bioliq®


Christina Ceccarelli, 31.05.2011