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Großes Morgen- und Abendlob

Der KIT-Konzertchor singt Rachmaninows große Vesper in der Karlsruher Markuskirche und in Budapest

Nach dem Ausbruch des Ersten Weltkrieges komponierte Sergej Rachmaninow 1915 in weniger als zwei Wochen die so genannte große Vesper op.37. Korrekt übersetzt trägt das Werk die Bezeichnung „Ganznächtliches Wachen“ – eine geläufige Gottesdienstform in der russisch-orthodoxen Kirche, die sich in das „Große Abend- und Morgenlob“ gliedert.

Die für Rachmaninow von Kindesbeinen an vertraute Abfolge begann am Vorabend hoher Festtage mit einer Vesper, zog sich die ganze Nacht hin und ging nahtlos in das Morgenlob über. Rachmaninow wählte aufgrund des nahe an Ostern gelegenen Uraufführungstermins als Text die Ostersequenz und vertonte die 15 feststehenden Teile der Liturgie. Dabei griff er größtenteils auf Jahrhunderte alte orthodoxe Gesänge mit strenger liturgischer Form zurück, die in Kombination mit seiner eigenen spätromantischen Musiksprache zu einem geistlichen Werk von großer Klangfülle verschmolzen.

Dieses Werk ist zentraler Bestandteil eines Konzertes, das der Konzertchor des Karlsruher Instituts für Technologie am Sonntag, 20. Februar, um 18 Uhr in der Karlsruher Markuskirche am Yorckplatz gibt.

Das unter der Leitung von Nikolaus Indlekofer stehende Ensemble bietet darüber hinaus Psalmvertonungen des estnischen Komponisten Cyrillus Kreek, von Johann Pachelbel, Hans Leo Hassler, Bernhard Klein und Moritz Hauptmann. Die Geigerin Kira Kohlmann ergänzt das Konzert mit der Sonate für Violine solo, a-Moll von Johann Sebastian Bach.

Karten zu 12 Euro gibt es beim Musikhaus Schlaile sowie unter www.konzertchor.kit.edu. Studierende und Schüler erhalten ermäßigte Karten zu 5 Euro.

Mit dieser geistlichen Chormusik geht der KIT-Konzertchor auch auf Reisen: Vom 4. bis 8. März sind rund 80 Chormitglieder beim Chor der Technischen Universität Budapest (BME) zu Gast, mit dem ein 25jährige Partnerschaft besteht. Zwei Konzerte im Zentrum von Budapest und ein Jubiläumsfest beider Chöre an der BME-Universität stehen auf dem Programm.


tr, 11.02.2011