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Innenraum-Ortung für dynamische Umgebungen

KIT und Partner entwickeln Ortungssystem für dynamische Innenräume für mehr Sicherheit und Produktivität auf Schiffswerften. Das neue Ortungssystem fördert die Digitalisierung von Arbeitsplätzen.

Eine Lokalisierungstechnologie wie GPS gibt es für den Indoor-Bereich nicht. Dies macht die Ortung vor allem in Werften schwierig. Die Umgebung im Schiffbau verändert sich durch den Bauprozess stetig. Zudem erschwert die metallische Umgebung die für eine Lokalisierung notwendige drahtlose Kommunikation. Mittels des neuen Ortungssystems, welches das KIT und seine Partner Meyer Werft und VOMATEC Innovations im Rahmen des Projektes SchiV 3.0 entwickelt haben, können Personen sich nun auch in einer dynamischen Umgebung innerhalb einer Halle verorten.

Anders als in der Automobilindustrie mit ihren fixen Produktionsstraßen werden Schiffe im „Blockbau-Prinzip“ gefertigt. Aus kleinen Teilen entstehen immer größere Einheiten. Ein Kreuzfahrtschiff zum Beispiel besteht aus 90 solcher Blöcke. Die Lokalisierung von Personen und die zeitnahe Weitergabe von sicherheitsrelevanten Informationen ist in einer solchen Situation extrem schwierig. Um solche Abläufe mit Hilfe digitaler Technologien zu regeln hat Frank Hartmann vom Institut für Technik in der Informationsverarbeitung des KIT ein Lokalisierungssystem entwickelt, das nicht nur die schnellere Behebung von Sicherheitsrisiken und die Steigerung von Arbeitssicherheit ermöglicht. Es hilft auch die Logistik zu optimieren und den Baufortschritt zeitnah zu dokumentieren.

Das auf der Meyer-Werft in Papenburg erfolgreich erprobte System läuft komplett digital. In einem klar definierten Bereich von rund 1200 Quadratmetern eines im Bau befindlichen Kreuzfahrtschiffes hat Hartmann mit seinem Prototypen bereits verschiedene Anwendungsszenarien durchgespielt. Über den Schiffbau hinaus sind der Tiefbau oder Flugzeugbau weitere denkbare Anwendungsfelder.

Detaillierte Informationen in der Presseinformation 038/2017.



sur, 28.03.2017