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Poröse Materialien für chemische Prozesse

Die Chemikerin Dr. Alexandra Schade hat mit ihrer Dissertation den dritten Platz beim Gips-Schüle-Nachwuchspreis erreicht.

Viele chemische Prozesse laufen an der Oberfläche von Materialien ab. Je mehr Oberfläche ein Material pro Volumen hat, desto effizienter ist sein Einsatz. Daher besitzen poröse Materialien, die mit ihren Hohlräumen eine große Oberfläche bieten, ein enormes Potenzial für ganz verschiedene Prozesse, beispielsweise beim Anreichern, Speichern und Trennen von Gasen in der Industrie. Das gezielte Design poröser organischer Materialien stellt eine große Herausforderung dar, weil dafür viele verschiedene Bausteine verfügbar sind, die den Materialien ganz unterschiedliche Eigenschaften verleihen.

Die Chemikerin Dr. Alexandra Schade hat in ihrer Dissertation am KIT poröse Materialien erzeugt, die sich durch eine außerordentlich große Oberfläche und Stabilität auszeichnen, sogenannte Mikroporöse Organische Polymere (MOPs) mit neuartigen Bausteinen. Insgesamt synthetisierte Alexandra Schade 49 verschiedene MOP-Netzwerke und protokollierte ihre Eigenschaften.

Die MOPs könnten sich für ein breites Spektrum von Anwendungen eignen von der Abwasserreinigung bis hin zur Filterung von Treibhausgasen. Mit ihrer am Institut für Organische Chemie (IOC) des KIT angefertigten Arbeit erreichte Schade nun den dritten Platz beim Gips-Schüle-Nachwuchspreis.

Die Gips-Schüle-Stiftung honoriert mit dem jährlich verliehenen Preis herausragende Doktorarbeiten in den MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) aus Baden-Württemberg.



or, 02.02.2017