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Produktionstechnik: Leichtbau für Elektromotoren

Das neu eröffnete Produktionstechnische Labor E-Antriebe (PTLEA) des wbk Instituts für Produktionstechnik am KIT richtet seinen Fokus auf gewichtsoptimierte Elektromotoren.
Innovative Werkstoffe lassen den Rotor eines Elektromotors leichter werden (Abbildung: wbk / KIT)
Innovative Werkstoffe lassen den Rotor eines Elektromotors leichter werden (Abbildung: wbk / KIT)

Elektromotoren für Autos sind zu schwer, zu groß und zu teuer, denn leistungsstarke Motoren sind bislang für stationäre Maschinen und Anlagen optimiert worden. Statt Baugröße, Wirkungsgrad und Gewicht spielen hier Dauerlastfestigkeit und Lebensdauer die Hauptrolle. Das nun eröffnete Produktionstechnische Labor E-Antriebe (PTLEA) des wbk Instituts für Produktionstechnik am KIT richtet seinen Fokus auf die Fertigung gewichtsoptimierter Elektromotoren.

PTLEA baut auf die Ergebnisse des Verbundprojektes ProLemo auf, das vom wbk Institut für Produktionstechnik des KIT koordiniert wurde. ProLemo – Produktionstechnologien für effiziente Leichtbaumotoren für Elektrofahrzeuge – hat neue Produktionstechniken für besonders leichte Elektromotoren entwickelt. Etwa durch den Einsatz von Leichtbaumaterialien wie faserverstärkten Verbundwerkstoffen für Gehäuse und Rotorwelle sowie Soft Magnetic Composites für Rotor lassen sich bis zu 23 Prozent des Gewichtes eines konventionellen Antriebes einsparen.

Mithilfe der Anlagen des PTLEA können Kernkomponenten des Motors gefertigt werden – etwa komplizierteste und dennoch kompakte Wicklungen für den Stator, spritzgegossene Rotorscheiben mit maßgeschneiderten magnetischen und mechanischen Eigenschaften oder Gehäusekühlung. Das PTLEA dient auch als Plattform für die Erprobung weiterer, neuer und innovativer Produktionstechniken für Elektromotoren und steht interessierten Firmen und Kooperationspartnern offen.


kes, 26.01.2017