Home | english  | Impressum | Sitemap | Intranet | KIT

Kryptographie: ERC Consolidator Grant für Forscher des KIT

Dennis Hofheinz entwickelt Kryptographie für das digitale Zeitalter – mehr Sicherheit für Cloud und Big Data – Europäischer Forschungsrat fördert ihn nun mit rund zwei Millionen Euro
Der Kryptologe Dennis Hofheinz erhält dieses Jahr einen ERC Consolidator Grant (Foto: KIT).
Der Kryptologe Dennis Hofheinz erhält dieses Jahr einen ERC Consolidator Grant (Foto: KIT).

Im digitalen Zeitalter steigen die Anforderungen an die Kryptographie. Cloud Computing und Big Data verlangen nach Lösungen, die nicht nur sicher, sondern auch praktikabel sind. Im Rahmen des Projektes „PREP-CRYPTO: Preparing Cryptography for Modern Applications“ entwickelt Dennis Hofheinz vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) neue Systeme, die bewährte Methoden der Kryptographie mit neuen Bausteinen verknüpfen. Der Europäische Forschungsrat (European Research Council, ERC) fördert dieses Projekt in den nächsten fünf Jahren mit rund zwei Millionen Euro.

„Kryptographie ist in Zeiten von Cloud und Big Data weit mehr als sichere Kommunikation“, erklärt Hofheinz. Ging es früher darum, verschlüsselte Nachrichten zu versenden, ist die Herausforderung heute abgestimmte Zugriffsrechte und Bearbeitungsmöglichkeiten auf Daten zu ermöglichen und gleichzeitig die Datensicherheit sicherzustellen. Dienstleistern – zum Beispiel ausgelagerten Rechenzentren – könnte es so ermöglicht werden, auf der Basis sensibler, verschlüsselter Daten von Unternehmen oder Privatpersonen, Berechnungen und Verarbeitungen anzustellen, ohne diese Daten vorher zu entschlüsseln und so den Datenschutz zu gewährleisten.

Für diese komplexen Szenarien sind in den letzten Jahren verschiedene neue Kryptographie-Bausteine entwickelt worden, zum Beispiel die sogenannte Fully Homomorphic Encryption-Methode (FHE). Sie ermöglicht es, Daten weiter zu verarbeiten, ohne dass ihr Inhalt an irgendeiner Stelle im Prozess entschlüsselt werden muss. Auf diesem Wege könnten beispielsweise Gesundheitsdaten für statistische Auswertungen genutzt werden, ohne dass Dritte Einblick in die Informationen zu den einzelnen betreffenden Patienten bekommen.

Mehr: Vollständige Presseinformation 176/2016


sur, 14.12.2016