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Mehrfamilienhäuser nachhaltig heizen

Projektverbund aus Forschung, Heizungsherstellern und Wohnungswirtschaft entwickelt nachhaltige Energiekonzepte und Heizungssysteme für Mehrfamiliengebäude des Wohnungsbestands
Grafik von Fassadenelementen (Bild: Fraunhofer ISE)
Fassadenelemente, die nicht nur die Wärmedämmung sondern auch Komponenten der Heizungs- und Lüftungstechnik enthalten, sind ein Thema bei LowEx-Bestand. (Bild: Fraunhofer ISE)

Für den Erfolg der Energiewende gilt es, auch die Wärmeversorgung von Bestandsgebäuden durch nachhaltige Technologien zu sichern. Rund die Hälfte der Wohnungen in Deutschland befindet sich in Mehrfamilienhäusern. Dennoch hinkt hier die Nachrüstung mit moderner Gebäudehülle oder Wärmepumpen hinterher. Das Verbundprojekt „LowEx-Bestand“, unter der Koordination von KIT und Fraunhofer ISE, wird marktgängige Konzepte entwickeln und ihre Betriebsqualität demonstrieren. Es wird nun mit rund 5,3 Millionen Euro vom BMWi gefördert.

"Die zwei wichtigsten Hebel zur Erreichung eines nahezu klimaneutralen Gebäudebestands sind baulicher Wärmeschutz und kohlendioxidarme Heiztechnik", unterstreicht Projektleiter Professor Hans-Martin Henning, Inhaber der Professur für technische Energiesysteme am KIT und Koordinator des Geschäftsfelds Gebäudeenergietechnik am Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE in Freiburg. „Zugleich müssen die Maßnahmen eine gute Wirtschaftlichkeit aufweisen.“ Das Verbundprojekt „LowEx-Bestand“ befasst sich mit der Weiterentwicklung und Demonstration von energetischen Maßnahmen an bestehenden Mehrfamiliengebäuden und hat zum Ziel, neue, zukunftsfähige Lösungen in enger Kooperation mit Partnern aus der Wirtschaft zu entwickeln.

Ziele des Projekts „LowEx-Bestand“

Im Verbundprojekt „LowEx-Bestand“ kooperieren zu den Themen Wärmeschutz und Wärmepumpe Forschungsinstitute, Technologie-Unternehmen und Wohnungswirtschaft eng miteinander. Es werden neue Gebäudeenergiekonzepte entwickelt, implementiert, demonstriert und messtechnisch bewertet. Hauptziel des Vorhabens ist es, die neuen Konzepte im Bereich der energetischen Sanierung der Gebäudehülle und des Einsatzes von Wärmepumpen für Mehrfamilien-Bestandsgebäude umfassend weiter zu entwickeln, ihre Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, die Qualität ihres Betriebs zu sichern und somit zu einer beschleunigten Markteinführung und -verbreitung beizutragen. Insgesamt möchte das Vorhaben so einen signifikanten Beitrag leisten, um die anvisierten klimapolitischen Ziele Deutschlands zur Wärmeversorgung des Gebäudesektors zu erreichen. Das Verbundprojekt hat ein Volumen von 6,4 Millionen Euro und wird mit 5,3 Millionen Euro durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

Mehr zur Gebäudeenergietechnik bei Fraunhofer ISE.

Details zum KIT-Zentrum Energie.


Ausführliche Informationen in der Pressemitteilung 151/2016.


kes, 02.11.2016