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Ein offener Hafen für Forschungsdaten

KIT koordiniert Netzwerk von Datenzentren - Gemeinsames Datenmanagement ermöglicht disziplinübergreifend Forschungsdaten zu finden und zu nutzen - erste vernetzte nationale Infrastruktur
Nahaufnahme Festplattenspeicher (Bild: KIT/SCC)
Festplattenspeicher für Forschungsdaten in Petabyte-Dimension werden Teil der Helmholtz Data Federation sein. (Bild: KIT/SCC)

In der Wissenschaft liefern große Experimente und Simulationen immer mehr Daten. Der Weg von den Daten und Informationen hin zu Erkenntnissen und Wissen benötigt jedoch auch Speicher- und Analysemöglichkeiten einer neuen Qualität. Die Helmholtz-Gemeinschaft übernimmt nun die Vorreiterrolle, um Daten dauerhaft, sicher und nachnutzbar speichern zu können. Zur Bewältigung von Big Data in der Wissenschaft hat sie dazu die durch das KIT koordinierte Helmholtz Data Federation (HDF) gegründet. Rund 49,5 Millionen Euro sollen in den nächsten fünf Jahren in multi-thematische Datenzentren und modernes Datenmanagement investiert werden.

„Eine zukunftsfähige Dateninfrastruktur ist das Rückgrat des Forschungsstandorts Deutschland“, unterstreicht der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Um die großen Herausforderungen Energie, Mobilität und Information zu lösen, braucht es die Fähigkeit aus Big Data schnell Smart Data zu machen. Am KIT als der Forschungsuniversität in der Helmholtz-Gemeinschaft sind die dazu notwendigen Kompetenzen verknüpft.“

Sechs Zentren aus fünf Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft

„In der Helmholtz Data Federation schließen sich Deutschlands führende Datenzentren zusammen, um die Ströme an Forschungsdaten aus den verschiedenen Wissenschaftsdisziplinen geordnet zu speichern, miteinander zu verknüpfen und einer gemeinsamen Nutzung zuzuführen“, freut sich Professor Achim Streit vom KIT, Koordinator von HDF. „Die HDF könnte so zur Blaupause für die datenintensive Forschung in Deutschland und Europa werden, ein offener Hafen für den Zugang zu und den Umschlag von Forschungsdaten.“

Partner der HDF in der ersten Phase sind sechs Zentren aus fünf Forschungsbereichen der Helmholtz-Gemeinschaft: Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (Erde und Umwelt), Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY und GSI Helmholtzzentrum für Schwerionenforschung (beide Materie), Deutsches Krebsforschungszentrum (Gesundheit), Forschungszentrum Jülich und Karlsruher Institut für Technologie (beide Energie, Schlüsseltechnologien, Materie, Erde und Umwelt). Die HDF stellt eine Keimzelle für eine Wissenschaftsorganisationen-übergreifende nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) dar, die offen für Nutzer im gesamten deutschen Wissenschaftssystem ist und durch internationale Verbindungen kompatibel mit der zukünftigen European Open Science Cloud (EOSC) sein wird.

Weiterführende Informationen in der Pressemitteilung 139/2016.


kes, 13.10.2016