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Heinrich-Hertz-Gesellschaft feiert 50. Geburtstag

Jubiläumsfeier am 12. Oktober 2016 – Festansprache von Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker
Heinrich Hertz (Foto: KIT-Archiv)
Heinrich Hertz wies in Karlsruhe erstmals elektromagnetische Wellen nach und schuf so wichtige Grundlagen der modernen Kommunikation (Foto: KIT-Archiv)

Seit 50 Jahren fördert die Heinrich-Hertz-Gesellschaft (HHG) in Karlsruhe das Gespräch zwischen Wissenschaftlern und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens sowie den internationalen Austausch. Ihr Jubiläum begeht die HHG in dieser Woche mit einer Festveranstaltung am Campus Süd des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Den Festvortrag „Bescheidene Anmerkungen zu den großen Fragen unserer Zeit“ hält der Wissenschaftler und Politiker Ernst Ulrich von Weizsäcker, Ko-Präsident des Club of Rome.

Grundlagen der modernen Kommunikation

„Der Physiker Heinrich Hertz wies in Karlsruhe erstmals elektromagnetische Wellen nach. Seine Erkenntnisse bilden die Grundlage moderner Kommunikation zu jeder Zeit und an jedem Ort“, sagt der Präsident des KIT, Professor Holger Hanselka. „Daher liegt es nahe, dass die HHG in Karlsruhe, die sich die Förderung wissenschaftlicher Kontakte zur Aufgabe gemacht hat, den Namen dieses bedeutenden Forschers trägt.“

Heinrich Hertz (1857-1894) wirkte von 1885 bis 1889 als Professor für Physik an der Technischen Hochschule Karlsruhe, einer Vorläufereinrichtung des KIT. 1886 gelang es ihm als Erstem, freie elektromagnetische Wellen experimentell zu erzeugen und nachzuweisen. Die Ergebnisse seiner Forschungen, besonders den Nachweis, dass sich nicht sichtbare elektromagnetische Wellen auf die gleiche Art ausbreiten wie Lichtwellen, stellte er 1888 in seinem Bericht „Über Strahlen elektrischer Kraft“ vor. Die von Heinrich Hertz entdeckten grundlegenden physikalischen Zusammenhänge haben die moderne Kommunikation per Funk, Radio, Fernsehen, WLAN und Mobilfunk ermöglicht.

HHG unterstützt wissenschaftlichen Nachwuchs und fördert internationalen Austausch

„Als herausragende Forscherpersönlichkeit war und ist Heinrich Hertz Vorbild für viele Generationen von Wissenschaftlern“, erklärt Volker Krebs, emeritierter Professor am KIT und seit 2010 Vorsitzender der Heinrich-Hertz-Gesellschaft. Ziel der 1966 gegründeten Gesellschaft ist, das Gespräch zwischen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens und der Wirtschaft in der Technologieregion Karlsruhe zu fördern. Über regelmäßige Vorträge mit namhaften Referenten regt sie die Diskussion über aktuelle wissenschaftliche und gesellschaftliche Themen an.

Darüber hinaus unterstützt die HHG den wissenschaftlichen Nachwuchs an Karlsruher Hochschulen über Stipendien für herausragende Studierende und Doktoranden sowie sonstige Fördermaßnahmen. Weiteres wichtiges Anliegen ist der HHG die Pflege internationaler Kontakte. Dazu unterstützt sie sowohl Aufenthalte von ausländischen Wissenschaftlern und Studierenden in Deutschland als auch Aufenthalte von deutschen Wissenschaftlern und Studierenden im Ausland. Bis 2015 förderte die HHG über regelmäßige Zuschüsse den Betrieb des Gastdozentenhauses „Heinrich Hertz“.


or, 11.10.2016