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Intelligentes Fördersystem als beispielhafte Industrie 4.0-Lösung ausgezeichnet

Das Projekt KARIS PRO des KIT und Partnern wurde im Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ ausgezeichnet. Mit diesem prämiert das Land innovative Lösungen für die Digitalisierung in Industrie und Handwerk.
Auszeichnung Projekt KARIS PRO
Andreas Trenkle (IFL), Michael Schmitz, Entwicklungsleiter bei ebm-papst, und Peter Hofelich, Staatssekretär Ministerium für Finanzen und Wirtschaft (v.l.n.r.) (Foto: Allianz Industrie 4.0)

„Industrie 4.0“ ermöglicht Unternehmen, durch neue Technologien und Software auch kundenindividuelle Wünsche kosteneffizient zu realisieren. Für die Montage bedeutet dies jedoch häufige und schnelle Änderungen an den Produktionsanlagen und Logistiksystemen. „Heutige Logistik- und Materialflusssysteme sind überwiegend starr in Layout, Durchsatz und den zu fördernden Ladungsträgern“, erläutert Andreas Trenkle vom Institut für Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL) des KIT. „Ihr Umbau für die Produktion einzelner Varianten ist sehr zeitaufwändig und teuer.“

Deshalb erforscht das IFL zusammen mit Industrie-Partnern ein flexibles System, dass sich während der Produktion eigenständig an verschiedene Anforderungen anpassen kann: KARIS PRO besteht aus mehreren baugleichen Transportfahrzeugen, die sowohl alleine als auch im Zusammenschluss arbeiten. „Ein einzelnes Fahrzeug kann Kisten oder Wagen transportieren, während mehrere Fahrzeuge gemeinsam auch größere Ladungsträger wie Paletten befördern können“, sagt Trenkle. 

KARIS im Video

Das Besondere an KARIS PRO ist die dezentrale Steuerung: Die Fahrzeugflotte hat keinen zentralen Leitrechner der die Aufgaben verteilt. Stattdessen kommunizieren die einzelnen Transportfahrzeuge untereinander und entscheiden selbst, wer welche Transportaufgabe übernimmt.

Baden-Württemberg zeichnete KARIS PRO im Wettbewerb „100 Orte für Industrie 4.0 in Baden-Württemberg“ aus. Mit diesem prämiert das Land Leuchtturmprojekte, die innovative Lösungen für die Digitalisierung in Industrie und Handwerk erfolgreich in den Unternehmensalltag integrieren.


wer, 12.05.2016