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ENSURE will Netze für die Energiewende fit machen

30 Millionen Euro Förderung: Das Konsortium ENSURE mit dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT) als Konsortialführer erhält den Zuschlag als eines der vier "Kopernikus-Projekte für die Energiewende" der Bundesregierung.
Effiziente und zukunftsweisende Stromnetze aus zentraler und dezentraler Energieversorgung wird das Projekt ENSURE erforschen (Foto: Gabi Zachmann, KIT)
Effiziente und zukunftsweisende Stromnetze aus zentraler und dezentraler Energieversorgung wird das Projekt ENSURE erforschen (Foto: Gabi Zachmann, KIT)

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung, Johanna Wanka, hat heute (5. April) in Berlin die Konsortien vorgestellt, welche die Bundesregierung als Kopernikus-Projekte für die Energiewende fördert. Darunter ist auch ENSURE – Neue Energienetzstrukturen für die Energiewende, in dem sich das KIT als Konsortialführer mit den weiteren Kernpartnern RWTH Aachen, dem Energieversorger E.ON, dem Netzbetreiber TenneT TSO, den Technologiekonzernen Siemens und ABB sowie mit 15 weiteren Partnern einbringen. Ziel ist die Entwicklung und Erprobung von effizienten und zukunftsweisenden Strukturen aus zentraler und dezentraler Energieversorgung. Zudem ist das KIT in unterschiedlicher Funktion an weiteren Kopernikus-Projekten beteiligt.

„Die Energiewende bedeutet für das deutsche Energiesystem einen Paradigmenwechsel, der neben Herausforderungen in starkem Maße auch wirtschaftliche Chancen bietet“, sagt Professor Holger Hanselka, Präsident des KIT und Sprecher von ENSURE (Neue EnergieNetzStruktURen für die Energiewende). „Unsere Forschung auf diesem Gebiet wird maßgeblich dazu beitragen, dass die Energiewende wirtschaftlich erfolgreich ist und Technologielieferanten, Infrastrukturbetreiber und Stromkunden von ihr profitieren können.“ Hanselka ist gleichzeitig Vizepräsident der Helmholtz- Gemeinschaft für den Forschungsbereich Energie. „Wir wollen zeigen, wie wir in Deutschland gleichzeitig Energie aus fluktuierenden erneuerbaren Quellen wie Sonne und Wind in das Netz dezentral integrieren und eine umweltschonende, zuverlässige und bezahlbare Energieversorgung gewährleisten können.“

Strukturen für ein zukunftsweisendes Energienetz

Konkret will ENSURE die Frage beantworten: Was ist eine sowohl unter technischen, wirtschaftlichen als auch gesellschaftlichen Aspekten sinnvolle Energienetzstruktur und welche Anteile aus zentraler und dezentraler Versorgung beinhaltet sie? Dazu werden im Projekt effiziente neue Systemstrukturen, stabile Systemführungsmechanismen sowie die Integration neuer Technologien auf breiter Basis erforscht.

Besonderes Augenmerk liegt auf dem zu bewältigenden technischen und gesellschaftlichen Transformationsprozess. Daher stehen Technologien zur Stromübertragung ebenso im Fokus wie Informations- und Kommunikationstechnologien, die in Zukunft die Bilanzierung und Stabilität in vernetzten Versorgungsstrukturen gewährleisten sollen.

Weitere Informationen in der Pressemitteilung


kes, 05.04.2016