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Studierende entwickeln innovative Batteriekonzepte

Maschinenbaustudenten des KIT entwickelten im Projekt „Innovative Batteriekonzepte“ Produktideen, um die Elektromobilität voranzutreiben.
Studenten bei der Abschlussfeier "Innovative Batteriekonzepte"
Studenten bei der Abschlussveranstaltung "Innovative Batteriekonzepte" (Foto: KIT)

Bis 2020 sollen es nach dem Willen der Bundesregierung eine Million Elektrofahrzeuge auf deutsche Straßen schaffen. Noch schrecken aber der vergleichsweise hohe Preis und die niedrige Reichweite viele Verbraucherinnen und Verbraucher ab. 43 Maschinenbaustudenten vom Institut für Produktentwicklung (IPEK) des KIT wollen zur Lösung dieser Probleme beitragen und entwickelten Produktideen, um die Elektromobilität voranzutreiben. Zum Abschluss des Projekts „Innovative Batteriekonzepte“ stellten die Studierenden ihre Prototypen von effizienteren, günstigeren und sicheren Batterien vor.

So machten es sich etwa zwei der insgesamt sieben Teams zur Aufgabe, die Kosten für ein E-Auto durch leichtere und automatisch einbaubare Batteriesysteme zu senken. Ein weiteres Team will es ermöglichen, Elektroautos in nur zehn Minuten vollzuladen. Damit könnten sich Nutzer zukünftig über eine Zeitersparnis von 40 Prozent freuen. Die „Reichweiten-Angst“ behandelte ein Team, das besonders in der niedrigen Batteriekapazität ein Problem sah. Mit einem mobilen Aufladesystem wollen sie liegengebliebenen E-Autos künftig das Weiterfahren ermöglichen.

Doch nicht nur Pkw sollten verbessert werden. Auch für Baufahrzeuge fanden die Karlsruher eine Lösung: Durch gefederte Batterien könnten Arbeitsmaschinen künftig bei gleicher Leistung elektrisch betrieben werden. Dies war bisher durch die starken Stöße auf die sensiblen Batterien nicht möglich. Außerdem würde sich der Lärm dadurch reduzieren.

Das IPEK bietet die Praxisveranstaltung „Integrierte Produktentwicklung“ seit fast 20 Jahren an. „Die Studierenden lernen dabei, die Bedürfnisse der Kunden zu erkennen und in Lösungen umzuwandeln“, sagt IPEK-Leiter Albert Albers. Dieses Jahr war das österreichische Unternehmen AVL List GmbH Projektpartner. Das Unternehmen setzt bereits einige Produktkonzepte der Studierenden um.


sn, 25.02.2016